Gesehen werden
In ihrem Debütroman greift die Autorin ein aktuelles, soziales Thema auf kreative Weise auf.
Ihre Hauptprotagonistin Tilda entdeckt eines Morgens, dass ihr kleiner Finger nicht mehr zu sehen ist, obwohl sie ihn fühlen kann und er wie immer funktioniert. Voller Schreck geht sie zu ihrer Ärztin und erhält die Diagnose „Unsichtbarkeit“ als Krankheit. Diese würde besonders bei Frauen ab ungefähr 40 Jahren verstärkt auftreten, sehr selten bei Männern, wäre kaum erforscht und es gäbe keine Heilung. Manche Frauen würden ganz unsichtbar werden, andere nur teilweise.
Was sich zuerst für Tilda als Schock erweist, lässt sie später anfangen zu kämpfen und Wege zu suchen, um ihr Verschwinden aufzuhalten oder sogar – so ihre wachsende Hoffnung – umzukehren.
Was hier sinnbildhaft als Krankheit beschrieben wird, empfinden heute viele Frauen, die zwischen Arbeit, Kindern, Haushalt, Beziehungsarbeit und/oder Care-Arbeit für Eltern aufgerieben werden, genau so: Sie fühlen sich nicht mehr gesehen und/oder sehen sich selbst nicht mehr.
Dieses gesellschaftliche Problem wird hier also in eine märchenhafte Allegorie verpackt.
Tildas Kampf gegen die Krankheit wird als Selbstfindungsprozess beschrieben. Sie geht zu einer Therapeutin, bekämpft - oder besser - verändert ihre PAULA (Programm Aller Unhinterfragten Langzeit-Automatismen), beginnt zu meditieren, tut sich Gutes, nimmt sich wieder ganz neu wahr und last - but not least - verliert bei allem ihren Humor nicht.
Dabei stehen ihr ihre alten und neuen Freundinnen stets zur Seite und auch eine neue Liebesgeschichte bahnt sich an.
So verläuft ihr „Kampf“ für die Lesenden durchaus abwechslungsreich, hat nur manchmal seine Längen, wenn das Buch ins Ratgeberhafte verrutscht.
Die Autorin beschreibt ihre Motivation zu diesem Buch in einigen Anmerkungen und einem Interview am Ende des Buches. Diese sind inspirierend und lassen die Lesenden auch besser verstehen, warum das Thema „Meditation“ einen ziemlich großen Raum einnimmt. Gut ist, dass sie auch andere wichtige Themen mit ihrem Roman streift.
Ein lesenswertes Debüt, um die Situation von Frauen Ü40 ins Rampenlicht zu rücken und besser zu verstehen!
Ihre Hauptprotagonistin Tilda entdeckt eines Morgens, dass ihr kleiner Finger nicht mehr zu sehen ist, obwohl sie ihn fühlen kann und er wie immer funktioniert. Voller Schreck geht sie zu ihrer Ärztin und erhält die Diagnose „Unsichtbarkeit“ als Krankheit. Diese würde besonders bei Frauen ab ungefähr 40 Jahren verstärkt auftreten, sehr selten bei Männern, wäre kaum erforscht und es gäbe keine Heilung. Manche Frauen würden ganz unsichtbar werden, andere nur teilweise.
Was sich zuerst für Tilda als Schock erweist, lässt sie später anfangen zu kämpfen und Wege zu suchen, um ihr Verschwinden aufzuhalten oder sogar – so ihre wachsende Hoffnung – umzukehren.
Was hier sinnbildhaft als Krankheit beschrieben wird, empfinden heute viele Frauen, die zwischen Arbeit, Kindern, Haushalt, Beziehungsarbeit und/oder Care-Arbeit für Eltern aufgerieben werden, genau so: Sie fühlen sich nicht mehr gesehen und/oder sehen sich selbst nicht mehr.
Dieses gesellschaftliche Problem wird hier also in eine märchenhafte Allegorie verpackt.
Tildas Kampf gegen die Krankheit wird als Selbstfindungsprozess beschrieben. Sie geht zu einer Therapeutin, bekämpft - oder besser - verändert ihre PAULA (Programm Aller Unhinterfragten Langzeit-Automatismen), beginnt zu meditieren, tut sich Gutes, nimmt sich wieder ganz neu wahr und last - but not least - verliert bei allem ihren Humor nicht.
Dabei stehen ihr ihre alten und neuen Freundinnen stets zur Seite und auch eine neue Liebesgeschichte bahnt sich an.
So verläuft ihr „Kampf“ für die Lesenden durchaus abwechslungsreich, hat nur manchmal seine Längen, wenn das Buch ins Ratgeberhafte verrutscht.
Die Autorin beschreibt ihre Motivation zu diesem Buch in einigen Anmerkungen und einem Interview am Ende des Buches. Diese sind inspirierend und lassen die Lesenden auch besser verstehen, warum das Thema „Meditation“ einen ziemlich großen Raum einnimmt. Gut ist, dass sie auch andere wichtige Themen mit ihrem Roman streift.
Ein lesenswertes Debüt, um die Situation von Frauen Ü40 ins Rampenlicht zu rücken und besser zu verstehen!