Herrlich unaufgeregt und doch so mitreißend

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salmar Avatar

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Tilda fällt aus allen Wolken, als eines Tages ihr kleiner Finger verschwindet. Als ihre Hausärztin ihr „Unsichtbarkeit“ diagnostiziert und diese auf mehr und mehr Körperteile übergreift, steht sie vor der Wahl: Akzeptiert sie ihr Verschwinden oder kämpft sie dagegen an?

Tilda gefiel mir gleich nach den ersten Zeilen ungemein, und doch hätte ich nicht damit gerechnet, dass ich dieses Buch als bisheriges Überraschungshighlight des Jahres einordnen würde.

Eigentlich wird die Geschichte, obwohl sie doch im Grunde recht dramatisch ist, sehr unaufgeregt und ruhig erzählt. Deswegen fand ich es umso überraschender, wie sehr sie mich fasziniert und mitgerissen hat. Trotz einer Länge von fast 500 Seiten hätte ich am liebsten noch viel mehr Zeit an Tildas Seite verbracht. Sie macht eine inspirierende Entwicklung durch und ist dabei mit ihren Ecken und Kanten durchweg sympathisch.

Der Schreibstil der Autorin konnte mich dabei wirklich begeistern: Sie hat in vielerlei Aspekten immer die für mich „Goldene Mitte“ getroffen und unglaublich viele inspirierende Gedanken zu Papier gebracht, mit ihrem Humor aber auch regelmäßig dafür gesorgt, dass ich herzhaft lachen musste.

„Mit anderen Augen“ ist ein unglaublich intelligenter und gleichzeitig unterhaltsamer Roman, den ich nur uneingeschränkt empfehlen kann.