Humorvolles Unsichtbar werden
Meine Meinung
"Und ehe Tilda sich versah, war sie plötzlich fünfzig und merkte, was für eine tolle Frau sie mit vierzig war. ... Ihr wurde klar, dass sie das Gefühl zu verschwinden, schon lange gehabt hatte, bevor ihr kleiner Finger es wirklich tat." (ZITAT)
"Mit anderen Augen" von Jane Tara sticht vor allem aufgrund des Klappentextes ins Auge, der sofort neugierig macht.
Die Protagonistin Tilda Finch,52, erfolgreiche Geschäftsfrau, Mutter, verliert nach und nach Körperteile und genau dieser ungewöhnliche Ansatz macht sofort deutlich, wie sehr sie sich selbst aus den Augen verloren hat.
"Wenn ich verschwinde, sind auch meine Falten weg, meinte Tilda trocken." (ZITAT)
Die Geschichte wirkt humorvoll (wegen Tildas tollem Charakter) und gleichzeitig ernst, denn hinter der skurrilen Idee steckt eine sehr menschliche Wahrheit. Ich mochte Tilda wirklich sofort, sie gerät nicht in totale Panik, sondern sieht alles mit Humor. Sie ist eine Frau, die funktioniert, die für andere da ist und die trotzdem (oder vielleicht auch deshalb) das Gefühl hat, unsichtbar zu werden. Besonders berührend ist die Art, wie Tilda langsam begreift, dass sie sich selbst wieder wahrnehmen muss, bevor es andere tun können. Die Freundschaften, die sie tragen, habe ich gerne mit begleitet.
Die Zitate an den Kapitelanfängen finde ich ganz großartig!
Das Buch liest sich super angenehm und unterhaltsam. Die Geschichte lädt dazu ein, über die eigene Sichtbarkeit nachzudenken und darüber, wie schnell man sich selbst im Alltag verlieren kann (ohne dass man es selbst merkt).
Klappentext
Tilda Finch ist zweiundfünfzig, eine erfolgreiche Geschäftsfrau und Mutter von erwachsenen Zwillingstöchtern. Als sie sich eines Morgens an den Schreibtisch setzt, bemerkt sie, dass ihr kleiner Finger verschwunden ist. Kein Blut, keine Schmerzen, aber definitiv nicht mehr zu sehen. Von ihrer Ärztin bekommt sie die Diagnose: Unsichtbarkeit. Die Krankheit würde bei Frauen ab einem gewissen Alter häufig auftreten, sei aber noch nicht erforscht und auch nicht heilbar. Wenn Tilda ehrlich ist, ist sie nicht sonderlich überrascht: Sie hatte sich selbst schon vor Jahren aus den Augen verloren, hatte sich seit langer Zeit schon unsichtbar gefühlt. Nachdem der erste Schock verklungen ist, stemmt sich Tilda mit Witz und Mut gegen ihr langsames Verblassen aus der Welt.
Über die Autorin
Jane Tara, aufgewachsen in Byron Bay, Australien, hat über 100 Kinderbücher veröffentlicht sowie Jugendbücher, Drehbücher und Romane. Sie ist Mutter zweier Söhne und war dreizehn Jahre in der Welt unterwegs, bevor sie sich als freie Autorin in Sydney niedergelassen hat. ›Mit anderen Augen‹ ist ihr erster Roman im Diogenes Verlag.
Quelle: Verlag / vlb
"Und ehe Tilda sich versah, war sie plötzlich fünfzig und merkte, was für eine tolle Frau sie mit vierzig war. ... Ihr wurde klar, dass sie das Gefühl zu verschwinden, schon lange gehabt hatte, bevor ihr kleiner Finger es wirklich tat." (ZITAT)
"Mit anderen Augen" von Jane Tara sticht vor allem aufgrund des Klappentextes ins Auge, der sofort neugierig macht.
Die Protagonistin Tilda Finch,52, erfolgreiche Geschäftsfrau, Mutter, verliert nach und nach Körperteile und genau dieser ungewöhnliche Ansatz macht sofort deutlich, wie sehr sie sich selbst aus den Augen verloren hat.
"Wenn ich verschwinde, sind auch meine Falten weg, meinte Tilda trocken." (ZITAT)
Die Geschichte wirkt humorvoll (wegen Tildas tollem Charakter) und gleichzeitig ernst, denn hinter der skurrilen Idee steckt eine sehr menschliche Wahrheit. Ich mochte Tilda wirklich sofort, sie gerät nicht in totale Panik, sondern sieht alles mit Humor. Sie ist eine Frau, die funktioniert, die für andere da ist und die trotzdem (oder vielleicht auch deshalb) das Gefühl hat, unsichtbar zu werden. Besonders berührend ist die Art, wie Tilda langsam begreift, dass sie sich selbst wieder wahrnehmen muss, bevor es andere tun können. Die Freundschaften, die sie tragen, habe ich gerne mit begleitet.
Die Zitate an den Kapitelanfängen finde ich ganz großartig!
Das Buch liest sich super angenehm und unterhaltsam. Die Geschichte lädt dazu ein, über die eigene Sichtbarkeit nachzudenken und darüber, wie schnell man sich selbst im Alltag verlieren kann (ohne dass man es selbst merkt).
Klappentext
Tilda Finch ist zweiundfünfzig, eine erfolgreiche Geschäftsfrau und Mutter von erwachsenen Zwillingstöchtern. Als sie sich eines Morgens an den Schreibtisch setzt, bemerkt sie, dass ihr kleiner Finger verschwunden ist. Kein Blut, keine Schmerzen, aber definitiv nicht mehr zu sehen. Von ihrer Ärztin bekommt sie die Diagnose: Unsichtbarkeit. Die Krankheit würde bei Frauen ab einem gewissen Alter häufig auftreten, sei aber noch nicht erforscht und auch nicht heilbar. Wenn Tilda ehrlich ist, ist sie nicht sonderlich überrascht: Sie hatte sich selbst schon vor Jahren aus den Augen verloren, hatte sich seit langer Zeit schon unsichtbar gefühlt. Nachdem der erste Schock verklungen ist, stemmt sich Tilda mit Witz und Mut gegen ihr langsames Verblassen aus der Welt.
Über die Autorin
Jane Tara, aufgewachsen in Byron Bay, Australien, hat über 100 Kinderbücher veröffentlicht sowie Jugendbücher, Drehbücher und Romane. Sie ist Mutter zweier Söhne und war dreizehn Jahre in der Welt unterwegs, bevor sie sich als freie Autorin in Sydney niedergelassen hat. ›Mit anderen Augen‹ ist ihr erster Roman im Diogenes Verlag.
Quelle: Verlag / vlb