Magischer Realismus, der ins Herz trifft
Magischer Realismus, aber als feministischer Tritt vors Schienbein: Hier dient das Unsichtbarwerden als Metapher dafür, wie schnell Frauen im Alltag übersehen werden; auch von sich selbst.
Schon das Cover greift diese Idee auf. Eine Frau schiebt einen Vorhang zur Seite, als würde sie etwas betrachten, das wir als Leser:innen nicht sehen können. Ich mag die schlichte, klare Gestaltung, weil sie gut zum deutschen Titel passt. Wir sind auf ihre Worte angewiesen, um zu verstehen, was hinter diesem „Vorhang“ steckt. Gleichzeitig wirft es bei mir Fragen auf, weil sowohl Cover als auch Titelübersetzung eine etwas andere Richtung einschlagen als das englische Original. Das ist nicht zwingend schlecht, aber auffällig.
Inhaltlich kann man das physische Unsichtbarwerden natürlich nicht wirklich „nachfühlen“. Das ist und bleibt eine fantastische Prämisse. Was das Buch aber greifbar macht, ist das Unsichtbarfühlen. Dieses Übersehenwerden, das gerade viele Frauen aus dem Alltag kennen. Genau diese surreale Perspektive funktioniert für mich am besten, weil er etwas Reales verstärkt, statt nur ein Gimmick zu sein. Es ist kein Märchen, sondern ein Stilmittel um diesen Zustand und das gelebte Gefühl von Frauen wie Tilda bildlich darzustellen.
Die Handlung fließt dabei glaubhaft, ohne dass es sich konstruiert anfühlt.
Der Schreibstil liest sich sehr flüssig und humorvoll. Besonders positiv für mich ist, dass Wortspiele gut übersetzt wurden. Es wirkt nicht holprig oder mechanisch übersetzt, sondern sitzt einfach und trägt dazu bei, dass man schnell im Text drin ist.
Auch die Figuren mochte ich sehr. Neben der Hauptfigur gibt es viele weitere Charaktere, die divers sind und sympathisch und authentisch dargestellt werden. Auffällig oft stehen Frauen im Vordergrund, ohne dass es sich bemüht anfühlt.
Insgesamt wirken die Menschen hier nicht wie reine Plot-Funktionen, sondern wie echte Personen mit Kanten.
Mein klares Fazit: Mit anderen Augen beschreibt mit Herz und Humor, wie eine Frau langsam verschwindet und ihren oft witzigen, aber immer ehrlichen Weg, ihre Perspektive zu wechseln, auf der Suche nach dem, was ihr fehlt. Wer nicht Tilda ist, der kennt eine wie sie. Ich möchte es fast garantieren.
Schon das Cover greift diese Idee auf. Eine Frau schiebt einen Vorhang zur Seite, als würde sie etwas betrachten, das wir als Leser:innen nicht sehen können. Ich mag die schlichte, klare Gestaltung, weil sie gut zum deutschen Titel passt. Wir sind auf ihre Worte angewiesen, um zu verstehen, was hinter diesem „Vorhang“ steckt. Gleichzeitig wirft es bei mir Fragen auf, weil sowohl Cover als auch Titelübersetzung eine etwas andere Richtung einschlagen als das englische Original. Das ist nicht zwingend schlecht, aber auffällig.
Inhaltlich kann man das physische Unsichtbarwerden natürlich nicht wirklich „nachfühlen“. Das ist und bleibt eine fantastische Prämisse. Was das Buch aber greifbar macht, ist das Unsichtbarfühlen. Dieses Übersehenwerden, das gerade viele Frauen aus dem Alltag kennen. Genau diese surreale Perspektive funktioniert für mich am besten, weil er etwas Reales verstärkt, statt nur ein Gimmick zu sein. Es ist kein Märchen, sondern ein Stilmittel um diesen Zustand und das gelebte Gefühl von Frauen wie Tilda bildlich darzustellen.
Die Handlung fließt dabei glaubhaft, ohne dass es sich konstruiert anfühlt.
Der Schreibstil liest sich sehr flüssig und humorvoll. Besonders positiv für mich ist, dass Wortspiele gut übersetzt wurden. Es wirkt nicht holprig oder mechanisch übersetzt, sondern sitzt einfach und trägt dazu bei, dass man schnell im Text drin ist.
Auch die Figuren mochte ich sehr. Neben der Hauptfigur gibt es viele weitere Charaktere, die divers sind und sympathisch und authentisch dargestellt werden. Auffällig oft stehen Frauen im Vordergrund, ohne dass es sich bemüht anfühlt.
Insgesamt wirken die Menschen hier nicht wie reine Plot-Funktionen, sondern wie echte Personen mit Kanten.
Mein klares Fazit: Mit anderen Augen beschreibt mit Herz und Humor, wie eine Frau langsam verschwindet und ihren oft witzigen, aber immer ehrlichen Weg, ihre Perspektive zu wechseln, auf der Suche nach dem, was ihr fehlt. Wer nicht Tilda ist, der kennt eine wie sie. Ich möchte es fast garantieren.