Nicht ganz stimmig
Das Thema zunehmender “Unsichtbarkeit” von Frauen im “Alter” - das schon mit Mitte 40 beginnen kann - ist gelebte Erfahrung vieler von ihnen. Ursächlich ist, dass das männliche Begehren recht eingefahrene Pfade hat, aber die Problematik kann sich auch auf andere Lebensbereiche übertragen.
Was viele kennen, heißt in diesem Buch “Stufe 1”, allegorisch wird das weiter gesponnen, als die Protagonistin tatsächlich nach und nach verschiedene Körperteile nicht mehr sehen kann. Auch für andere sind sie unsichtbar, obwohl noch vorhanden.
Eine interessante Plotidee, wenngleich etwas paradox: Denn mit ihren unsichtbaren Körperteilen fällt Tilda auf, muss Tricks suchen, um andere nicht total zu erschrecken.
Nun gut, erst dadurch beginnt Tilda sich gegen die “Krankheit” wehren zu wollen. Ab da wird das Buch streckenweise zur psychologischen Ratgeberliteratur - und etwas zäh. Mich hat das ehrlich gesagt überrascht. Auch wenn sich diese Wendung früh, als die Spezialistin für solche Fälle eingeführt wird, andeutet, hätte ich mir kämpferischere Frauenreaktionen und -Aktionen gewünscht. Der gesellschaftliche, patriarchalische Aspekt kommt eindeutig zu kurz.
Deswegen bekommt das Buch bei mir nur drei Punkte, obwohl ich es zunächst sehr gerne gelesen habe - und auch flott geschrieben finde.
Was viele kennen, heißt in diesem Buch “Stufe 1”, allegorisch wird das weiter gesponnen, als die Protagonistin tatsächlich nach und nach verschiedene Körperteile nicht mehr sehen kann. Auch für andere sind sie unsichtbar, obwohl noch vorhanden.
Eine interessante Plotidee, wenngleich etwas paradox: Denn mit ihren unsichtbaren Körperteilen fällt Tilda auf, muss Tricks suchen, um andere nicht total zu erschrecken.
Nun gut, erst dadurch beginnt Tilda sich gegen die “Krankheit” wehren zu wollen. Ab da wird das Buch streckenweise zur psychologischen Ratgeberliteratur - und etwas zäh. Mich hat das ehrlich gesagt überrascht. Auch wenn sich diese Wendung früh, als die Spezialistin für solche Fälle eingeführt wird, andeutet, hätte ich mir kämpferischere Frauenreaktionen und -Aktionen gewünscht. Der gesellschaftliche, patriarchalische Aspekt kommt eindeutig zu kurz.
Deswegen bekommt das Buch bei mir nur drei Punkte, obwohl ich es zunächst sehr gerne gelesen habe - und auch flott geschrieben finde.