Sehen und gesehen werden
Mit anderen Augen – Jane Tara
Die Idee, den Ansatz dieses Romans finde ich großartig. Tilda muss mit Entsetzen feststellen, dass einzelne Körperteile verschwinden. Nach einiger Recherche stellt sich heraus, dass „Unsichtbarkeit“ gar keine seltene Erkrankung unter Frauen um die Fünfzig ist.
Die erste Hälfte ist klasse. Tildas Umgang mit der Diagnose absolut nachvollziehbar und authentisch, das Krankheitsbild metaphorisch. Tilda will sich nicht in ihr Schicksal fügen und beginnt zu hinterfragen und nach Lösungen zu suchen.
Der Schreibstil ist fesselnd und hat Sogwirkung. Man kommt sofort problemlos in der Geschichte an und folgt Tildas Geschichte gerne.
Meiner Meinung nach ist dieser Roman ein wenig zu lang geraten. Inhalte werden immer wieder auf ähnliche Art und Weise wiederholt. Tilda lernt einen blinden Mann kennen, was die Thematik noch vertieft. Für ihn (den Blinden) ist Tilda auf eine andere Art sichtbar. Die ganze Zeit geht es um Sehen und Gesehen werden – physisch und psychisch, wobei Tilda nebenbei noch versucht ihre Vergangenheit aufzuarbeiten und damit vielleicht den Grund für ihre Erkrankung zu finden. Überhaupt fand ich einige Entwicklungen etwas gar konstruiert, bevor es gegen Ende doch noch allzu kitschig wird.
Wunderbare Idee und starker Beginn – leider kann die Autorin das nicht bis zum Schluss durchhalten.
3 Sterne
Die Idee, den Ansatz dieses Romans finde ich großartig. Tilda muss mit Entsetzen feststellen, dass einzelne Körperteile verschwinden. Nach einiger Recherche stellt sich heraus, dass „Unsichtbarkeit“ gar keine seltene Erkrankung unter Frauen um die Fünfzig ist.
Die erste Hälfte ist klasse. Tildas Umgang mit der Diagnose absolut nachvollziehbar und authentisch, das Krankheitsbild metaphorisch. Tilda will sich nicht in ihr Schicksal fügen und beginnt zu hinterfragen und nach Lösungen zu suchen.
Der Schreibstil ist fesselnd und hat Sogwirkung. Man kommt sofort problemlos in der Geschichte an und folgt Tildas Geschichte gerne.
Meiner Meinung nach ist dieser Roman ein wenig zu lang geraten. Inhalte werden immer wieder auf ähnliche Art und Weise wiederholt. Tilda lernt einen blinden Mann kennen, was die Thematik noch vertieft. Für ihn (den Blinden) ist Tilda auf eine andere Art sichtbar. Die ganze Zeit geht es um Sehen und Gesehen werden – physisch und psychisch, wobei Tilda nebenbei noch versucht ihre Vergangenheit aufzuarbeiten und damit vielleicht den Grund für ihre Erkrankung zu finden. Überhaupt fand ich einige Entwicklungen etwas gar konstruiert, bevor es gegen Ende doch noch allzu kitschig wird.
Wunderbare Idee und starker Beginn – leider kann die Autorin das nicht bis zum Schluss durchhalten.
3 Sterne