Tilda wird sichtbar
Die 52jährige Tilda stellt eines Tages fest, dass sie ihren kleinen Finger nicht mehr sehen kann. Als dann auch noch ihre Nase verschwindet, bestätigt ihr die Ärztin, die sie konsultiert: Tilda wird unsichtbar.
Fortan beginnt sie, sich mit ihrer Diagnose auseinander zu setzen und stellt fest, dass sie mit der Krankheit nicht alleine ist. Viele Frauen, besonders ältere, sind von davon betroffen. Sie werden übersehen; beim Bestellen in der Kneipe, bei Beförderungen und von potentiellen Date-Partnern.Tilda beschliesst zu kämpfen und begibt sich auf eine Suche nach sich selbst.
Ich fand das Buch zunächst wirklich außergewöhnlich und humorvoll. Viele Frauen haben eine innere abwertende Meckerstimme, die einem so gar nicht bewusst ist. Es war schön Tilda dabei zu beobachten, wie sie zu einem freundlicheren Umgang und einer besseren eigene Wertschätzung gefunden hat.
Ihrem Selbst hat sie durch Gespräche, Meditation und Kreativität Ausdruck verliehen, so dass das Sichtbarwerden begleitet wird von einem Prozess, den sie durchlebt.
Leider kippte es im letzten Drittel dann ins Kitschige. Tilda liiert sich mit einem superreichen und supernetten Milliardär, der zwar blind ist, ihre inneren Werte aber trotzdem "sieht".
Das war mir zu viel Hollywood: alles löst sich in Wohlgefallen auf und alle haben sich lieb. Sisterhood und eine neue Frauenbewegung, die perfekte Beziehung, die dankbaren Töchter, die loyalen Freundinnen, die erfolgreiche Foto-Ausstellung - das war mir einfach over the top und hat sich am Schluss auch zu sehr in die Länge gezogen.
Trotzdem hat das Buch sehr gute Anteile und ich mochte das Thema, dass Frauen sich selbst innerlich abwerten und ab einem bestimmten Alter von der Gesellschaft und sich selbst nicht mehr wahrgenommen werden, so dass ich den Roman gerne weiterempfehle.
Das Buch ist lebensklug, leicht, humorvoll und bringt einen trotzdem zum nachdenken. Allerdings sollte man offen für Meditation sein und der Autorin das schulzige Ende nachsehen.
Fortan beginnt sie, sich mit ihrer Diagnose auseinander zu setzen und stellt fest, dass sie mit der Krankheit nicht alleine ist. Viele Frauen, besonders ältere, sind von davon betroffen. Sie werden übersehen; beim Bestellen in der Kneipe, bei Beförderungen und von potentiellen Date-Partnern.Tilda beschliesst zu kämpfen und begibt sich auf eine Suche nach sich selbst.
Ich fand das Buch zunächst wirklich außergewöhnlich und humorvoll. Viele Frauen haben eine innere abwertende Meckerstimme, die einem so gar nicht bewusst ist. Es war schön Tilda dabei zu beobachten, wie sie zu einem freundlicheren Umgang und einer besseren eigene Wertschätzung gefunden hat.
Ihrem Selbst hat sie durch Gespräche, Meditation und Kreativität Ausdruck verliehen, so dass das Sichtbarwerden begleitet wird von einem Prozess, den sie durchlebt.
Leider kippte es im letzten Drittel dann ins Kitschige. Tilda liiert sich mit einem superreichen und supernetten Milliardär, der zwar blind ist, ihre inneren Werte aber trotzdem "sieht".
Das war mir zu viel Hollywood: alles löst sich in Wohlgefallen auf und alle haben sich lieb. Sisterhood und eine neue Frauenbewegung, die perfekte Beziehung, die dankbaren Töchter, die loyalen Freundinnen, die erfolgreiche Foto-Ausstellung - das war mir einfach over the top und hat sich am Schluss auch zu sehr in die Länge gezogen.
Trotzdem hat das Buch sehr gute Anteile und ich mochte das Thema, dass Frauen sich selbst innerlich abwerten und ab einem bestimmten Alter von der Gesellschaft und sich selbst nicht mehr wahrgenommen werden, so dass ich den Roman gerne weiterempfehle.
Das Buch ist lebensklug, leicht, humorvoll und bringt einen trotzdem zum nachdenken. Allerdings sollte man offen für Meditation sein und der Autorin das schulzige Ende nachsehen.