Unsichtbar werden im Alter
Unsichtbar werden – so fühlt es sich im Leben manchmal an. Genau dieses Gefühl treibt die Geschichte um Tilda an. Tilda verschwindet, physisch, ganz real: erst ein kleiner Finger, dann die ganze Hand.... Mit 52 Jahren, einem längst abwesenden Mann und erwachsenen Töchtern, die nicht mehr zuhause wohnen, steht sie an einem Punkt, an dem sie sich schon lange unsichtbar gefühlt hat. Dieses zugespitzte Gedankenexperiment ist faszinierend extrem gut und passend für so manches Frauenleben.
Der Roman entfaltet rund um Tilda ein dichtes Beziehungsgeflecht – ein Panorama aus Begegnungen, Wahrnehmungen und inneren Entwicklungen. Tilda wird aufgefangen, begleitet, gestärkt von Freundinnen, Familie und anderen Frauen. Diese Verbindungen wirken wie ein Gegengewicht zur drohenden Auflösung ihrer Existenz.
Die Idee des Unsichtbarwerdens trägt die Geschichte sehr, doch es sind die vielen kleinen Beobachtungen, die sich wie Mosaiksteine zu einem vielschichtigen Lebensbild zusammensetzen. Besinnung, Meditation und innere Einkehr nehmen dabei einen wichtigen Raum ein und verleihen der Erzählung eine ruhige, fast kontemplative Tiefe.
Insgesamt ist die Story beeindruckend facettenreich: empowernd und feministisch, philosophisch, gesellschaftskritisch und damit politisch. Besonders stark ist das zentrale Motiv der Unsichtbarkeit von Frauen – ein reales Problem, das hier radikal zugespitzt wird, indem Frauen tatsächlich unsichtbar werden. Gerade diese fantasievolle Überhöhung rückt das Thema eindringlich in den Fokus.
Tilda ist authentisch, nahbar, ich mag sie total. Ähnlich liebevoll gezeichnet sind die Nebenfiguren, diese Wärme hat mich sehr abgeholt, genau wie das über allem stehende Thema Älterwerden von Frauen und ihre Bedeutung in der Gesellschaft – ein Thema, das mich gerade auch sehr beschäftigt.
Leseempfehlung!!!
Der Roman entfaltet rund um Tilda ein dichtes Beziehungsgeflecht – ein Panorama aus Begegnungen, Wahrnehmungen und inneren Entwicklungen. Tilda wird aufgefangen, begleitet, gestärkt von Freundinnen, Familie und anderen Frauen. Diese Verbindungen wirken wie ein Gegengewicht zur drohenden Auflösung ihrer Existenz.
Die Idee des Unsichtbarwerdens trägt die Geschichte sehr, doch es sind die vielen kleinen Beobachtungen, die sich wie Mosaiksteine zu einem vielschichtigen Lebensbild zusammensetzen. Besinnung, Meditation und innere Einkehr nehmen dabei einen wichtigen Raum ein und verleihen der Erzählung eine ruhige, fast kontemplative Tiefe.
Insgesamt ist die Story beeindruckend facettenreich: empowernd und feministisch, philosophisch, gesellschaftskritisch und damit politisch. Besonders stark ist das zentrale Motiv der Unsichtbarkeit von Frauen – ein reales Problem, das hier radikal zugespitzt wird, indem Frauen tatsächlich unsichtbar werden. Gerade diese fantasievolle Überhöhung rückt das Thema eindringlich in den Fokus.
Tilda ist authentisch, nahbar, ich mag sie total. Ähnlich liebevoll gezeichnet sind die Nebenfiguren, diese Wärme hat mich sehr abgeholt, genau wie das über allem stehende Thema Älterwerden von Frauen und ihre Bedeutung in der Gesellschaft – ein Thema, das mich gerade auch sehr beschäftigt.
Leseempfehlung!!!