Unsichtbar werden, um sichtbar zu sein

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chocoball Avatar

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Es geht um die Geschichte von Tilda Finch, die plötzlich beginnt, im wahrsten Sinne des Wortes unsichtbar zu werden. Was zunächst absurd und beängstigend erscheint, entpuppt sich als tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Älterwerden, gesellschaftlicher Wahrnehmung und der Frage, wie sehr wir uns selbst im Leben aus dem Blick verlieren. Der Roman verbindet eine ungewöhnliche Idee mit emotionaler Tiefe und regt dazu an, das eigene Selbstbild zu hinterfragen.

Das Buch liest sich ausgesprochen gut und sehr flüssig, ich habe schnell in die Geschichte hineingefunden. Besonders gefallen hat mir die humorvolle Note, die sich durch das ganze Buch zieht. Gerade das macht es so besonders: Der Humor geht nie verloren, selbst wenn es um schwierige oder ernste Situationen geht.

Insgesamt hat mir das Lesen wirklich großen Spaß gemacht. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man sich als Leserin immer wieder mal selbst erkennt. Wenn man sich dabei ertappt, die eigene „Paula“ innerlich zurechtzuweisen, dann hat die Autorin meiner Meinung nach alles richtig gemacht.

Gleichzeitig regt das Buch zum Nachdenken an. Es zeigt auf eine sehr einfühlsame Weise, wie wichtig es ist, sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren und dass es völlig in Ordnung ist, sich auch einmal selbst an erste Stelle zu setzen.

Ein unterhaltsames Buch, das noch lange nachwirkt.