Wichtiges Thema
„Mit anderen Augen“ von Jane Tara ist ein wunderbar einfühlsamer Roman über eine Frau in den besten Jahren, die nach und nach ihre Sichtbarkeit verliert. Es beginnt mit dem kleinen Finger, doch bald verschwindet immer mehr von ihr. Die Diagnose der Ärztin: „Unsichtbarkeit“ – unheilbar. Auf der Suche nach Antworten wendet sich Tilda an eine Beraterin und schließt sich einer Selbsthilfegruppe an. Erst dort begreift sie die ganze Tragweite des Problems und merkt, wie viele Frauen davon betroffen sind – manche jünger, die meisten jedoch älter. Da ich mich selbst oft schon im Alltag unsichtbar gefühlt habe, hat mich die Prämisse dieses Buches sofort angesprochen.
Jane Tara schreibt locker, leicht und mit einer feinen Prise Humor. Immer wieder fließen Lebensweisheiten und philosophische Zwischentöne in die Handlung ein. Besonders Tilda hat es mir angetan: Sie ist humorvoll, selbstkritisch und herrlich ironisch, ihre Sicht auf die Welt ist absolut einnehmend. Der Roman bringt enorm viel mit: Er übt scharfe Gesellschaftskritik, lenkt den Blick auf die vielen ungesehenen Menschen um uns herum und zeigt Wege auf, wie man selbst aktiv werden kann, auch für andere. Hier bietet die Geschichte einige wirklich starke Szenen und Denkansätze.
Das Ende enttäuscht. Tilda verliebt sich in einen reichen, erfolgreichen Mann, und plötzlich scheint sich alles in Wohlgefallen aufzulösen. Es wirkte, als würde der Roman von einer tiefgründigen Gesellschaftskritik zu einem klassischen Selbstfindungstrip verflachen.
Jane Tara schreibt locker, leicht und mit einer feinen Prise Humor. Immer wieder fließen Lebensweisheiten und philosophische Zwischentöne in die Handlung ein. Besonders Tilda hat es mir angetan: Sie ist humorvoll, selbstkritisch und herrlich ironisch, ihre Sicht auf die Welt ist absolut einnehmend. Der Roman bringt enorm viel mit: Er übt scharfe Gesellschaftskritik, lenkt den Blick auf die vielen ungesehenen Menschen um uns herum und zeigt Wege auf, wie man selbst aktiv werden kann, auch für andere. Hier bietet die Geschichte einige wirklich starke Szenen und Denkansätze.
Das Ende enttäuscht. Tilda verliebt sich in einen reichen, erfolgreichen Mann, und plötzlich scheint sich alles in Wohlgefallen aufzulösen. Es wirkte, als würde der Roman von einer tiefgründigen Gesellschaftskritik zu einem klassischen Selbstfindungstrip verflachen.