Aufwühlend und berührend

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herr_rabowski Avatar

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Puh, das war keine leichte Lektüre. Die Autorin nimmt uns mit in das Leben von Lale. Als Tochter einer drogenabhängigen Mutter und einem in kriminelle Machenschaften verstrickten Vater, wächst sie in einer politisch links orientierten Männer-Kommune der 80er Jahre auf. Sie erfährt nicht nur fehlende Grenzen, sondern auch jegliche Form von Missbrauch. Das auszuhalten ist schwer.
Gekonnt verknüpft Lilli Tollkien die in der Vergangenheit spielenden Geschehnisse mit Ausblicken auf aus erwachsene Leben von Lale. Die Auswirkungen, des als Mädchen und Heranwachsende Erfahrenen auf ihre spätere Rolle im Leben sind gravierend. Ein Leben lang ist sie auf der Suche nach sich selbst, ihrem Platz in der Welt. Man spürt, wie getrieben sie ist und wie sie nicht zur Ruhe kommen kann, egal wie sehr sie sich bemüht.
Dieser Roman berührt und wühlt auf.