Authentische, ausgearbeitete Erzählung übers Erwachsenwerden

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justus.maleck Avatar

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Lale wächst in einer WG auf, die aus fünf Männern besteht, die sich alle überhaupt nicht geschickt anstellen in der Erziehung eines Kindes. Lillie Tollkien erforscht in ‚Mit beiden Händen den Himmel stützen‘ die Konsequenzen dieser Umstände auf Lales persönliche Entwicklung von Kindheit über Pubertät zur Adolesenz. Dabei wird oftmals die Folgen auf ihr restliches Leben abschnittsweise aufgezeigt.

Das Buch ist aus der Sicht von Lale geschrieben, so dass wir wunderbar Einsicht in ihre Gedankenwelt bekommen und Entwicklungen und Überlegungen gleichzeitig mit Lale erfahren. Zusammen sind wir in Unwissenheit, bis wir beziehungsweise Lale neue Informationen erfährt. Die Ausführung ihrer Emotionswelt und Gedanken sind so eindrücklich und nachvollziehbar geschrieben, dass der*die Leser*in ohne Probleme in die Schuhe von Lale schlüpfen kann.

Lillie Tollkien setzt authentisch und klasse eine verrückte Situation - Aufwachsen in einer Hippie Männer WG - um und erforscht dessen Konsequenzen. Tolles Buch und eine starke Leseempfehlung.