Beeindruckend schlimme Kindheit

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bücherei_schonach Avatar

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Ein beeindruckendes und bewegendes Buch über eine außergewöhnliche und oft auch erschütternde Kindheit. Lales Aufwachsen wirkt stellenweise sehr hart und von Grenzüberschreitungen geprägt, lässt aber gleichzeitig erkennen, wie sehr sie sich bemüht, aus ihrer Situation das Beste zu machen. Besonders eindrücklich ist ihr Versuch, durch die Schule Struktur in ein sonst sehr chaotisches Leben zu bringen.

Auch im späteren Leben spürt man die Folgen dieser Kindheit: Lale sucht ihren Platz, probiert vieles aus und scheint doch lange nicht richtig anzukommen. Gerade diese Unsicherheit macht die Figur sehr authentisch.

Die Geschichte wirkt insgesamt glaubwürdig und intensiv erzählt. Besonders gut gefallen hat uns das Ende, das einen stimmigen Abschluss bietet. Ein berührender Roman über Kindheit, Identität und die Suche nach Halt.