Berührend
Durch die Longlist des Deutschen Buchpreis 2026 bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Darüber bin ich sehr froh, denn die Geschichte vom Aufwachsen, die Lala über ihr eigenes Leben erzählt, hat mich sehr beeindruckt und gleichzeitig erschüttert.
Lale wurde als Tochter einer drogenabhängigen Mutter in Berlin geboren. Der Vater ist zunächst nicht anwesend, da er im Gefängnis sitzt. Später wird er in ihr Leben eine Rolle spielen. Zunächst lebt sie bei ihrer Mutter, bis sie deren Drogen findet und versehentlich nimmt, fast stirbt, ins Heim kommt und von einem Freund des Vaters in Pflege genommen wird. Nun wächst sie in den 1980ger Jahren in einer Männer WG auf. Was sie hier erlebt, was sie empfindet, hofft und lernt, erzählt sie fließend und chronologisch. Blicke in die Zukunft werden wie Gedankensplitter immer mal ganz kurz eingeworfen. Das macht neugierig und man möchte unbedingt verfolgen was sie erlebt bis es so weit ist.
Der Text ist flüssig und gut lesbar. Spannend und bildhaft beschrieben, konnte ich leicht folgen. Die Charaktere sind gut beschrieben, besonders die Hauptprotagonisten werden so dargestellt, wie Lala sie und auch sich selbst in dem jeweiligen Alter wahrnimmt. Das ist gut gemacht und man versteht, was die einzelnen antreibt, wonach sie sehnsüchtig sind. Interessant fand ich, dass die Sprache, mit der Lala erzählt, immer dem Alter angepasst ist. Je älter, umso umfangreicher.
Stimmig und authentisch erzählt fand ich die 80ger Jahre in Berlin, mit all den typischen Dingen an die ich mich gern erinnere: Kassetten, Gameboy, Songs und mehr.
Sucht spielt ein zentrales Thema, so wie die Protagonistin es wahrnimmt. Die äußeren Verhältnisse werden so beschrieben, dass sie glaubhaft und gut vorstellbar sind. Gleichzeitig entsprechen sie dem, was ein Kind, Teenager oder junger Erwachsener sieht.
Das was Lale durchmacht ist nicht so einfach zu verkraften. Situationen, die kein Mensch, erst recht kein Kind erleben sollte. Das lässt nicht kalt. Und Lilli Tollkien schafft es, mein Herz mit Mitleid und Sympathie für Lale zu füllen und mit Unverständnis für die Erwachsenen, Erziehungsberechtigten und Behörden. Das regt auf und empört. Es gelingt der Autorin diese Gefühle in mir zu wecken, das regt an nachzudenken und zu reflektieren.
Erschreckend, berührend, tiefgehend und hoffnungsvoll. Lesenswert!
Lale wurde als Tochter einer drogenabhängigen Mutter in Berlin geboren. Der Vater ist zunächst nicht anwesend, da er im Gefängnis sitzt. Später wird er in ihr Leben eine Rolle spielen. Zunächst lebt sie bei ihrer Mutter, bis sie deren Drogen findet und versehentlich nimmt, fast stirbt, ins Heim kommt und von einem Freund des Vaters in Pflege genommen wird. Nun wächst sie in den 1980ger Jahren in einer Männer WG auf. Was sie hier erlebt, was sie empfindet, hofft und lernt, erzählt sie fließend und chronologisch. Blicke in die Zukunft werden wie Gedankensplitter immer mal ganz kurz eingeworfen. Das macht neugierig und man möchte unbedingt verfolgen was sie erlebt bis es so weit ist.
Der Text ist flüssig und gut lesbar. Spannend und bildhaft beschrieben, konnte ich leicht folgen. Die Charaktere sind gut beschrieben, besonders die Hauptprotagonisten werden so dargestellt, wie Lala sie und auch sich selbst in dem jeweiligen Alter wahrnimmt. Das ist gut gemacht und man versteht, was die einzelnen antreibt, wonach sie sehnsüchtig sind. Interessant fand ich, dass die Sprache, mit der Lala erzählt, immer dem Alter angepasst ist. Je älter, umso umfangreicher.
Stimmig und authentisch erzählt fand ich die 80ger Jahre in Berlin, mit all den typischen Dingen an die ich mich gern erinnere: Kassetten, Gameboy, Songs und mehr.
Sucht spielt ein zentrales Thema, so wie die Protagonistin es wahrnimmt. Die äußeren Verhältnisse werden so beschrieben, dass sie glaubhaft und gut vorstellbar sind. Gleichzeitig entsprechen sie dem, was ein Kind, Teenager oder junger Erwachsener sieht.
Das was Lale durchmacht ist nicht so einfach zu verkraften. Situationen, die kein Mensch, erst recht kein Kind erleben sollte. Das lässt nicht kalt. Und Lilli Tollkien schafft es, mein Herz mit Mitleid und Sympathie für Lale zu füllen und mit Unverständnis für die Erwachsenen, Erziehungsberechtigten und Behörden. Das regt auf und empört. Es gelingt der Autorin diese Gefühle in mir zu wecken, das regt an nachzudenken und zu reflektieren.
Erschreckend, berührend, tiefgehend und hoffnungsvoll. Lesenswert!