Bewegend und erschütternd
Lale ist das Kind einer drogensüchtigen Mutter und einem Vater, der in einer alternativen Kommune lebt. Nachdem Lale sich beinahe selbst vergiftet hätte während ihrer Mutter durch die Drogen nicht ansprechbar war, wächst sie in den 80ern bei ihrem Vater auf. Strenge Regeln, ein strukturiertes Umfeld, elterliche Sorge - all dies sind Dinge, die Lale in der WG überhaupt nicht erfährt. Materiell mangelt es ihr an wenig, die Männer kümmern sich. Doch Drogen, Alkohol, wechselnde Frauen bringen Lale früh in Kontakt mit einer Welt, die nicht für Kinder gedacht ist. Vernachlässigung, Missbrauch, Sucht sind in diesem Buch wiederkehrende Themen.
Im Buch werden eindrucksvoll einzelne Szenen geschildert, wie jemand neben Lales Bett uriniert beispielsweise oder neben ihr (schlafend) onaniert. Es ist stellenweise harter Tobak und alles andere als eine leichte Lektüre. Mich hat es zum Teil stark mitgenommen. Lale wird älter und macht später eigene Erfahrungen. Während sie zu Beginn eine sehr gute Schülerin ist (die Schule gibt klare Strukturen), lässt sie dies als Jugendliche später schleifen und droht ebenso abzurutschen, wie ihre Mutter.
Zeitweise findet sie weibliche Vorbilder in den Freundinnen ihres Vaters, doch trotz aller Bemühungen ist dies nie von Dauer.
In einzelnen Kapiteln erfährt man einen Ausblick auf das aktuelle Leben von Lale und es lässt sich erahnen, ob sie es geschafft hat.
Mich hat das Buch sehr berührt, obwohl es nicht unbedingt emotional geschrieben ist. Es spricht eine gewisse Verbitterung aus den Zeilen und teilweise wurde ich beim Lesen fast wütend, welches Leben einem Kind zugemutet werden kann. Es ist tragisch, erschütternd, abstoßend und gleichzeitig doch hoffnungsvoll.
Im Buch werden eindrucksvoll einzelne Szenen geschildert, wie jemand neben Lales Bett uriniert beispielsweise oder neben ihr (schlafend) onaniert. Es ist stellenweise harter Tobak und alles andere als eine leichte Lektüre. Mich hat es zum Teil stark mitgenommen. Lale wird älter und macht später eigene Erfahrungen. Während sie zu Beginn eine sehr gute Schülerin ist (die Schule gibt klare Strukturen), lässt sie dies als Jugendliche später schleifen und droht ebenso abzurutschen, wie ihre Mutter.
Zeitweise findet sie weibliche Vorbilder in den Freundinnen ihres Vaters, doch trotz aller Bemühungen ist dies nie von Dauer.
In einzelnen Kapiteln erfährt man einen Ausblick auf das aktuelle Leben von Lale und es lässt sich erahnen, ob sie es geschafft hat.
Mich hat das Buch sehr berührt, obwohl es nicht unbedingt emotional geschrieben ist. Es spricht eine gewisse Verbitterung aus den Zeilen und teilweise wurde ich beim Lesen fast wütend, welches Leben einem Kind zugemutet werden kann. Es ist tragisch, erschütternd, abstoßend und gleichzeitig doch hoffnungsvoll.