Bewegender Debütroman

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blforevr Avatar

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Ich war absolut begeistert von Lilli Tollkiens Debütroman. Es ist so bewegend, aber auch sehr bedrückend und tiefgründig. Einfach total Emotionsgeladen. Ich konnte es nicht weg legen. So gern hätte ich Lale mal in den Arm genommen.

Lale kommt in den 80er Jahren zur Welt, ihre Mutter Drogenabhängig, selbst in der Schwangerschaft, ihr Vater im Knast, bei ihrem Onkel in einer Wohngemeinschaft aufgewachsen.

Lale muss in ihrer Kindheit schon so viel durchmachen, das es einem das Herz bricht. In einem Umfeld von Drogen, Alkoholkonsum, sexuellen Missbrauch. Teilweise fehlen einem die Worte, man wird wütend.

„Leider konnte ich heute Morgen nicht am Unterricht teilnehmen, weil meine Erziehungsberechtigten alle besofen waren.“ S. 84

Sie denkt sogar an einen Selbstmord, ist Verzweifelt. Als sie älter wird geht sie einen anderen Weg und kommt bei sich an.

„Ich stütze den Himmel mit beiden Händen. Während die Sonne zwischen den Wipfeln der Kastanien…aufgeht, heben wir die Arme nach oben,…,atmen ein und aus,…“. S. 238

Auch das Cover finde ich total schön. Dieser Blick spricht Bände!

Ich kann nur sagen…Lest es!!!
5 von 5 Sternen für diesen unglaublich tollen Roman.