Ein Debut was wehtut
Lilli Tolkiens Debütroman „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ ist nichts für schwache Nerven. Beim Lesen laufen einem immer wieder Schauer über den Rücken. Ich habe mich mehrfach dagegen gesträubt weiterzulesen – und konnte das Buch doch nicht aus der Hand legen. Gleichzeitig bin ich fast dankbar, es nun zuschlagen zu dürfen.
Der Roman erinnert in seiner Wucht und thematischen Schonungslosigkeit an Systemsprenger, an Wir Kinder vom Bahnhof Zoo – und an das raue, ungeschönte Berlin selbst.
Kindeswohlgefährdung und Grenzüberschreitungen beginnen lange vor Lales Geburt. Sie wächst in einer erschreckenden Männer-WG auf – ohne Schutz, ohne Fürsorge, ohne Halt. Ihre Mutter sieht sie nur alle paar Wochen: im Gefängnis oder im Rausch. Ihr Vater behält sie bei sich, ohne sein Vatersein wirklich wahrzunehmen.
In kurzen Kapiteln, in einem scheinbar leichten Schreibstil und doch mit voller Wucht erzählt Lilli Tolkien Lales Geschichte.
Lale kämpft. Und rennt gleichzeitig vor ihrem eigenen Ziel davon.
Weil sie nicht weiß, wie Heilung funktioniert.
Weil sie nicht begreift, was in ihr alles zerbrochen wurde.
Und trotzdem macht diese starke Lale immer weiter.
Der Roman erinnert in seiner Wucht und thematischen Schonungslosigkeit an Systemsprenger, an Wir Kinder vom Bahnhof Zoo – und an das raue, ungeschönte Berlin selbst.
Kindeswohlgefährdung und Grenzüberschreitungen beginnen lange vor Lales Geburt. Sie wächst in einer erschreckenden Männer-WG auf – ohne Schutz, ohne Fürsorge, ohne Halt. Ihre Mutter sieht sie nur alle paar Wochen: im Gefängnis oder im Rausch. Ihr Vater behält sie bei sich, ohne sein Vatersein wirklich wahrzunehmen.
In kurzen Kapiteln, in einem scheinbar leichten Schreibstil und doch mit voller Wucht erzählt Lilli Tolkien Lales Geschichte.
Lale kämpft. Und rennt gleichzeitig vor ihrem eigenen Ziel davon.
Weil sie nicht weiß, wie Heilung funktioniert.
Weil sie nicht begreift, was in ihr alles zerbrochen wurde.
Und trotzdem macht diese starke Lale immer weiter.