Geboren und schon verloren

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ada2011 Avatar

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Lale wächst antiautoritär auf in einer Männer WG, in der auch ihr Vater wohnt. Die Mutter ist schwerst drogenabhängig, ihr wird das Sorgerecht entzogen, der Vater muss erst einmal ins Gefängnis nach einem Überfall. Lale kommt erst einmal ins Kinderheim und später dann in diese Männer WG.
Sie wächst ohne Grenzen auf, klaut innerhalb der WG und in Läden, muss sich an keine Zeiten halten, kann essen, was sie findet und ist unendlich allein inmitten dieser WG. Hier geben sich die Frauen die Klinke in die Hand. Die interessieren sich für die Männer, die abseits des Üblichen denken, große Weltpolitik zu machen.
Irgendwie empfinde ich dies alles als armselig. Lale wird auch missbraucht, kann dies als Kind aber nicht benennen. Sie ist gut in der Schule, allerdings ändert sich das, denn sie will ja nicht nach oben, sondern umgibt sich eben auch mit Kindern und Jugendlichen ihrer Gesellschaftsstufe.
Warum das Jugendamt hier nicht genauer hingeschaut hat, erschließt sich mir nicht.
Lale, bekommt irgendwann auch ein Kind. Kann sie wirklich eine Mutter sein, psychisch schwerst geschädigt, wie sie ist? Nein, das kann sie nicht. Ihre Suche nach Nähe und Geborgenheit hört nicht auf.
Diese Geschichte ist deprimierend und so unnötig, wenn entsprechende Ämter ihre Hausaufgaben gemacht hätten.
Ich habe das Buch gehört, gesprochen von Aileen Wrozyna. Das hat mir gut gefallen.
Mit beiden Händen den Himmel stützen ist harter Tobak und sicher kein Buch für Menschen, die solche Geschichten triggern.