Große Leseempfehlung
Nachdem Lales Mutter das Sorgerecht entzogen wird, wächst sie bei ihrem Vater in dessen WG auf in Berlin auf. Sie wird antiautoritär erzogen, wobei erzogen ein starkes Wort ist – eigentlich lebt sie einfach neben den Männern nebenher, mit denen sie zusammenwohnt. Weder ihr Vater noch Karlheinz, der eigentlich Lales Pflegevater und somit für sie verantwortlich ist, wissen, wie man mit einem Kind umgeht. Sie trinken und rauchen, nehmen Drogen und schleppen Frauen ab. Lales Wunsch nach Strukturen und Halt wird ebenso ignoriert wie viele ihrer Grenzen. So wird Lale langsam erwachsen, trifft richtige und weniger richtige Entscheidungen und baut sich nach und nach ein eigenes Leben auf.
“Mit beiden Händen den Himmel stützen“ ist in der Form eines Memoirs erzählt. Lale erzählt ihr Leben in der ersten Person Singular, wobei sie ihre Geschichte bereits vor der eigenen Geburt beginnen lässt. Lilli Tollkins Sprache ist schlicht und unverschnörkelt. Selbst die schlimmsten Dinge beschreibt sie mit einer Art emotionalen Distanz, die sie für mich sehr viel erträglicher gemacht haben. Dadurch habe ich “Mit beiden Händen den Himmel stützen“ kaum aus der Hand legen wollen. Die kurzen Kapitel laden außerdem dazu ein, nur noch ein letztes zu lesen… Mich hat „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ sehr berührt. Ich konnte mich schnell in die Geschichte hineinfühlen und hatte beinahe das Gefühl, auch in dieser Männer-WG zu leben, so lebhaft fand ich die Sprache.
Das Buch braucht aber fette Content-Warnings: Es geht unter anderem um Drogenabhängigkeit, s3xuellen M1ssbr@uch.
“Mit beiden Händen den Himmel stützen“ ist in der Form eines Memoirs erzählt. Lale erzählt ihr Leben in der ersten Person Singular, wobei sie ihre Geschichte bereits vor der eigenen Geburt beginnen lässt. Lilli Tollkins Sprache ist schlicht und unverschnörkelt. Selbst die schlimmsten Dinge beschreibt sie mit einer Art emotionalen Distanz, die sie für mich sehr viel erträglicher gemacht haben. Dadurch habe ich “Mit beiden Händen den Himmel stützen“ kaum aus der Hand legen wollen. Die kurzen Kapitel laden außerdem dazu ein, nur noch ein letztes zu lesen… Mich hat „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ sehr berührt. Ich konnte mich schnell in die Geschichte hineinfühlen und hatte beinahe das Gefühl, auch in dieser Männer-WG zu leben, so lebhaft fand ich die Sprache.
Das Buch braucht aber fette Content-Warnings: Es geht unter anderem um Drogenabhängigkeit, s3xuellen M1ssbr@uch.