Lesenswert und bedrückend

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skiaddict7 Avatar

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Lale wächst im Berlin der 80er Jahre auf. Die Mutter ist drogenabhängig, der Vater im Knast. Sie lebt als "Pflegekind" in einer Männerkommune in Berlin Tempelhof, einer der Männer ist ein guter Freund ihres Vaters. So lebt sie auch teilweise mit dem Vater zusammen, während sein Kollege Geld dafür bekommt, dass Lale als Pflegekind bei ihnen lebt. Lales Kindheit ist alles andere als einfach. Sie wird vernachlässigt und vielfach körperlich, psychisch und sexuell missbraucht. Dazu kommen Verlusterfahrungen wie der Tod der Mutter. Es ist ein Wunder, dass sie ihre Kindheit übersteht.

Der Schreibstil ist sehr nahbar und ehrlich, Lale kommt sehr authentisch rüber (auch später, als sie versucht, die Familie zu gründen, die sie selbst nie hatte). Man sieht eindrücklich, wie sich die Ereignisse ihrer Kindheit durch ihr ganzes Leben ziehen und immer wieder hochkommen.

Ein schonungsloses, ehrliches Debüt, unglaublich stark und bedrückend. Sehr empfehlenswert!