Suche nach Sicherheit und Halt

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danielae Avatar

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Lillie Tollkien beschreibt mit grandioser emotionaler Genauigkeit und Direktheit die Suche eines jungen Mädchens, später einer jungen Frau, nach Sicherheit und, wie diese dabei immer wieder an die falschen Männer, Freunde und Substanzen gerät.
Lale, Tochter, einer Drogenabhängigen, Mutter und eines promiskuitiven Vaters wächst in der chaotischen und Antiautorischen Männer-WG ihres Vaters auf. Dort erfährt sie weder ein sicheres Umfeld. - sie erlebt mehrfach, wie die Männer ihre Fantasien über sie ausleben - noch so etwas wie Erziehung und Ordnung. Stattdessen beobachtet sie den Substanz, Drogen und Alkoholkonsum der Freunde ihres Vaters, gilt als sonderlich und schafft es nicht, dauerhafte freundschaftliche Beziehungen aufzubauen.

Man begleitet Lale in ihrem verzweifelten Versuch, ihren Platz in einem Leben, dem sie keinen zu haben scheint, zu finden. Was für mich sehr faszinierend ist, ist wie sie mit jedem Scheitern, und sie scheitert oft, doch wieder aufsteht und weitermacht noch eine Ausbildung anfängt, sie abbricht, mehrere Studiengänge anfängt, und doch nichts zu Ende zu bringen scheint. Ich finde das Buch sehr toll geschrieben und kann es nur empfehlen!