Von Pferden und Menschen - fesselnd erzählter Thriller!

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jules&jude Avatar

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Auch der dritte Band der Rechtsmedizin-Thriller-Reihe rund um Dr. Sabine Yao weiß mit spannenden Einblicken in die Rechtsmedizin, die Polizeiarbeit und diesmal auch die Veterinärmedizin zu begeistern und zu fesseln!

Dr. Sabine Yao bekommt es gleich mit zwei Fällen zu tun. Zum einen muss sie sich mit den Körper- und Leichenteilen einer zerstückelten Leiche auseinandersetzen und zum anderen soll sie ihr rechtsmedizinisches Fachwissen in Bezug auf den Menschen auch im Fall des „Pferderippers von Lübars" einsetzen. Bei beiden Fällen eilt die Zeit.

All das wird fesselnd und besonders in Bezug auf die medizinischen und ermittlungstechnischen Aspekte mit viel Liebe zum Detail erzählt. Man merkt einfach, dass Tsokos Rechtsmediziner ist und weiß, worüber er schreibt. Nebenbei gewinnt man diesmal auch Einblicke in die Veterinärmedizin und lernt etwas über Pferde. Ein spannend und kurzweilig erzählter Thriller mit Wissensgewinn sozusagen.

Wie schon aus den Vorgängerbänden gewohnt, wird der Thriller aus verschiedenen Perspektiven, darunter auch die eines möglichen Täters, erzählt. Kurze Kapitel und ein flüssiger Schreibstil sorgen dafür, dass man gebannt der Handlung folgt. Kleine Cliffhanger tragen ebenfalls ihren Anteil daran, dass die Spannung hochgehalten wird.

Was mir diesmal jedoch etwas zu kurz kam, war die inhaltliche Entwicklung der Handlung an sich. Zwar ist die Handlung rund um die zerstückelte Leiche und den „Pferderipper“ mit zwei unterschiedlichen Ermittlern und Ermittlerinnen klug und glaubhaft konstruiert, aber vor allem zum Ende hin fügen sich manche Ermittlungsentwicklungen doch ziemlich problemlos und schnell ineinander. Auch bleibt Yaos Schwester Malin fast komplett außen vor. Hier und da ein paar Seiten mehr, hätten der inhaltlichen Entwicklung sicherlich gutgetan.

Für alle, die Thriller lieben, deren Fokus mehr auf der realistischen Ermittlungsarbeit liegt, wird „Mit kalter Hand" definitiv ihr Lesevergnügen haben!