Kirchliche Mystik - mal was anderes

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velfe Avatar

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Mir hat dieses Buch sehr sehr viel Spaß gemacht.

Von den Protagonisten her mal wirklich etwas Neues und auch inhaltlich macht das Buch sehr viel her.

 

Merrily Watkins, eine Pfarrerin im englischen Niergendwo, wird zur Ober-Exorzistin erkoren. Ob sie das selbst auch wirklich will ist zu Beginn des Buches noch nicht klar. Ständig wird sie mit neuen Fällen auf die Probe gestellt und kann so am Ende entscheiden, ob sie die neue "Beraterin für spirituelle Grenzfragen" wird oder nicht.

 

Die Fälle sind sehr spannend und gehen meines Erachtens teilweise wirklich unter die Haut. Für mich ist hier nicht zu viel Grusel verwendet. Ich fand, dass der Autor diese doch für alle Menschen recht unbegreiflichen Dinge sehr niveauvoll und auch nachvollziehbar, ohne große Spinnereien und auch überhaupt nicht hollywoodlike darstellt, sodass es eine große Freude ist bei den einzelnen Vorkommnissen mitzufiebern.

 

Schön wird auch die Beziehung zwischen Merrily und Jane (ihrer Tochter) beschrieben. Janes Erwachsenwerden und ihre Selbstfindung steht etwas konträr zu der beruflichen Entwicklung ihrer Mutter, sodass hier viel Diskussionsstoff entsteht.

 

Auch Liebe und Freundschaft spielen in dem Buch eine große Rolle.

Das Buch enthält also alles, was zu einem guten Buch gehört.

 

Das Gute und das Böse stehen sich hier Angesicht zu Angesicht gegenüber und stellen sich einem spannenden und fesselnden Kampf. Die Geschichte ist kaum vorhersehbar, sodass man wirklich bis zur letzten Seite aufmerksam am Lesen ist. Den Schluss fand ich nur mal wieder etwas plötzlich, aber da es sich hier ja um eine Reihe handelt, folgt bestimmt demnächst die Fortsetzung.

Ich selbst habe den ersten Teil der Geschichte noch nicht gelesen, werde dies aber auf jeden Fall nachholen. Man kam aber hier ohne Vorkenntnisse trotzdem sofort in die Geschichte hinein.

 

Mein Fazit: Wer auf das Übersinnliche steht, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen. Es ist spannend und vorzugsweise an einem kalten ruhigen Winterabend in einem Haus zu lesen, in dessen Gebälk es knackt. Dann hat man die richtige Atmosphäre und man wird das Buch nicht mehr aus der Gänsehaut überzogenen Hand legen.

\>\> Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz . \