Distanzierter Schreibstil
Obwohl mir "Mo und Moritz" von von Julya Rabinowich sehr gut gefallen hat, habe ich für die ca. 200 Seiten doch recht lange gebraucht, denn ich habe gemerkt, dass das Lesen immer schleppender voran geht. Dabei ist die Idee für die Handlung recht gut, aber der eher distanzierte und etwas umständliche Schreibstil hat die Handlung nicht recht vorangebracht.
Dabei ist inhaltlich an alles gedacht: Es geht um eine homosexuelle Liebe zwischen den Religionen, um Flucht, Gewalt, Extremismus und den Holocaust. Ich denke, hier wäre weniger doch mehr gewesen. Während die Handlung oft etwas plätschert, muss inhaltlich alles darin sein.
Die Autorin hat die Erzählperspektive des personalen Erzählers aus der Sicht von Mojad gewählt, obwohl es auch Foreshadowing (Vorahnungen) gibt. Manchmal hört man aber auch eher die Autorin selbst sprechen und manches macht für mich auch nicht so viel Sinn. So kommt die Familie doch eher aus einem Land, in dem Mädchen nicht oben ohne oder unbekleidet am Strand liegen können, auch nicht versteckt, doch die Jungs sehen genau dies in ihrem Heimatland.
Eine Bemerkung hat mich doch sehr stutzen lassen in diesem Roman einer österreichischen Autorin. Mo ist mit seiner Familie ja geflüchtet und nach Wien gekommen. War er zuvor in Deutschland? Habe ich etwas überlesen? So lernt er im Friseursalon, auf den Gesichtsausdruck der Kundinnen zu achten, denn "Die Körpersprache half da etwas mehr als die deutsche." (S. 69). Hat hier die Autorin ihre Meinung eingefügt? Warum sollte Mo dies denken?
Insgesamt scheint man doch immer wieder die Autorin zu hören. Dies passt hier aber nicht wirklich. Alles in allem ist "Mo und Moritz" aber dennoch ein guter Roman, ob er Jugendliche so richtig mitreißen kann, ist allerdings fraglich. Ich denke, Julya Rabinowich sollte eher für ein reiferes Publikum schreiben.
Dabei ist inhaltlich an alles gedacht: Es geht um eine homosexuelle Liebe zwischen den Religionen, um Flucht, Gewalt, Extremismus und den Holocaust. Ich denke, hier wäre weniger doch mehr gewesen. Während die Handlung oft etwas plätschert, muss inhaltlich alles darin sein.
Die Autorin hat die Erzählperspektive des personalen Erzählers aus der Sicht von Mojad gewählt, obwohl es auch Foreshadowing (Vorahnungen) gibt. Manchmal hört man aber auch eher die Autorin selbst sprechen und manches macht für mich auch nicht so viel Sinn. So kommt die Familie doch eher aus einem Land, in dem Mädchen nicht oben ohne oder unbekleidet am Strand liegen können, auch nicht versteckt, doch die Jungs sehen genau dies in ihrem Heimatland.
Eine Bemerkung hat mich doch sehr stutzen lassen in diesem Roman einer österreichischen Autorin. Mo ist mit seiner Familie ja geflüchtet und nach Wien gekommen. War er zuvor in Deutschland? Habe ich etwas überlesen? So lernt er im Friseursalon, auf den Gesichtsausdruck der Kundinnen zu achten, denn "Die Körpersprache half da etwas mehr als die deutsche." (S. 69). Hat hier die Autorin ihre Meinung eingefügt? Warum sollte Mo dies denken?
Insgesamt scheint man doch immer wieder die Autorin zu hören. Dies passt hier aber nicht wirklich. Alles in allem ist "Mo und Moritz" aber dennoch ein guter Roman, ob er Jugendliche so richtig mitreißen kann, ist allerdings fraglich. Ich denke, Julya Rabinowich sollte eher für ein reiferes Publikum schreiben.