Ein gelungener Coming-of-Age Roman um Selbstfindung, Integration und Traumata
Mojab , kurz Mo, ist das mittlere Kind einer kurdischen Flüchtlingsfamilie, die auf unterschiedliche Weise versucht, sich im neuen soziokulturellen Umfeld zurechtzufinden. Mos jüngere Schwester Maryam wird außerhalb ihres Zuhauses durch Adaption an Aussehen und Vorlieben ihrer peer-group zu Miranda . Faris, der ältere Bruder, kann in der neuen Heimat nicht Fuß fassen, tyrannisiert seine Geschwister und ergeht sich (nicht nur) in Hasstiraden. Der Vater leidet unter den Folgen erlittener physischer Gewalt und die Mutter versucht zumindest innerhalb der Wohnung Normalität zu erhalten. Und Mo? Er fliegt aufgrund eines Missverständnisses von der Schule, erhält dann aber die Chance auf einen Ausbildungsplatz als Friseur und erfährt wohlwollende Unterstützung und Verständnis.
Bereits in seiner alten Heimat war ihm bewusst, dass er anders fühlte als andere Jungen. Und dann tritt Moritz, ebenfalls Mo genannt, in sein Leben und er fühlt sich sofort zu diesem jüdischen Jungen hingezogen. Er stellt sich seiner Sehnsucht, den Zweifeln und gibt sich nach vorsichtigem Herantasten seinen Gefühlen hin. Moritz Familie toleriert entgegen vorhandener religiöser Vorbehalte den neuen Freund ihres Sohnes, während Mo sich zuhause nicht outen kann. Als Mo entdeckt, in welche Machenschaften sein Bruder verwickelt ist, gerät er in einen tiefen Gewissenskonflikt: Loyalität gegenüber der Familie oder gegenüber Moritz, seiner Familie und der gesamten Gesellschaft, in der er nun lebt.
Seine Einsicht, dass man schlimme Erlebnisse nicht als Entschuldigung dafür nehmen kann, selbst Schlimmes zu tun, hat zunächst den Rauswurf aus seinem Zuhause durch seine Mutter als Konsequenz. Neue Türen und Möglichkeiten öffnen sich aber nicht zuletzt durch seinen verständnisvollen Arbeitgeber.
Integration ist „ankommen“ und Mo drückt im Gespräch mit seiner Schwester aus, wie er die Integration seiner Eltern sieht: „Sie [unsere Eltern] kommen nur mit unterschiedlicher Geschwindigkeit an. Wir [Mo, Maryam] sind einfach viel schneller, weißt du.“
Prolog und Epilog zeigen Mo und Moritz, die außerhalb des Alltags mit all seinen Fallstricken im „Hier und Jetzt“ ihrer Liebe Raum geben können.
Ein Jugendroman, der interessant und spannend aufgebaut ist und für gleichgeschlechtliche Liebe und Probleme bei der Integration Angehöriger anderer Kulturen und Religionen sensibilisieren kann.
Bereits in seiner alten Heimat war ihm bewusst, dass er anders fühlte als andere Jungen. Und dann tritt Moritz, ebenfalls Mo genannt, in sein Leben und er fühlt sich sofort zu diesem jüdischen Jungen hingezogen. Er stellt sich seiner Sehnsucht, den Zweifeln und gibt sich nach vorsichtigem Herantasten seinen Gefühlen hin. Moritz Familie toleriert entgegen vorhandener religiöser Vorbehalte den neuen Freund ihres Sohnes, während Mo sich zuhause nicht outen kann. Als Mo entdeckt, in welche Machenschaften sein Bruder verwickelt ist, gerät er in einen tiefen Gewissenskonflikt: Loyalität gegenüber der Familie oder gegenüber Moritz, seiner Familie und der gesamten Gesellschaft, in der er nun lebt.
Seine Einsicht, dass man schlimme Erlebnisse nicht als Entschuldigung dafür nehmen kann, selbst Schlimmes zu tun, hat zunächst den Rauswurf aus seinem Zuhause durch seine Mutter als Konsequenz. Neue Türen und Möglichkeiten öffnen sich aber nicht zuletzt durch seinen verständnisvollen Arbeitgeber.
Integration ist „ankommen“ und Mo drückt im Gespräch mit seiner Schwester aus, wie er die Integration seiner Eltern sieht: „Sie [unsere Eltern] kommen nur mit unterschiedlicher Geschwindigkeit an. Wir [Mo, Maryam] sind einfach viel schneller, weißt du.“
Prolog und Epilog zeigen Mo und Moritz, die außerhalb des Alltags mit all seinen Fallstricken im „Hier und Jetzt“ ihrer Liebe Raum geben können.
Ein Jugendroman, der interessant und spannend aufgebaut ist und für gleichgeschlechtliche Liebe und Probleme bei der Integration Angehöriger anderer Kulturen und Religionen sensibilisieren kann.