Leben

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Für mich war Mo & Moritz das erste Buch von Julya Rabinowich und hat mich davon überzeugt mehr von ihr lesen zu wollen.

Mo und Moritz sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere, die sich finden und lieben lernen. Doch was für den jüdischen Moritz ganz einfach ist, stellt den muslimischen Mo vor eine große Herausforderung. Seine Familie wird seine sexuelle Ausrichtung nicht so ohne weiteres akzeptieren, und doch muss er seinen Weg finden sein Leben zu leben und glücklich zu werden.

Besonders toll herausgearbeitet fand ich wie unterschiedlich sich Personen entwickeln können. So sind die Geschwister Mo, Faris und Maryam extrem unterschiedlich und verarbeiten ihre Flüchtlingsherkunft jeder auf seine eigene Art und Weise.

Auch Herrn Franz und die blaue Fee möchte ich als ganz spezielle Charaktere hervorheben. Ohne ihre feinfühlige und wertfreie Art hätte Mo niemals die Chance auf die Lehrstelle erhalten und auch nie den Mut gefunden überhaupt die Gedanken auf ein Glück mit einem Jungen zuzulassen.

Ich mochte das Buch sehr, auch wenn mir der Schreibstil an manchen Stellen zu sprunghaft, ja verwirrend erschien. Ich kann mir zwar vorstellen, dass die Autorin damit die sprunghaften Gedanken eines jugendlichen Protagonisten einfangen wollte, doch mich hat das diese Stellen nur überfliegen lassen.

Ein tolles Jugendbuch vor allem für die junge Generation, aber auch für Junggebliebene, die sich mit den Herausforderungen des Lebens konfrontieren wollen.