Sehr berührend – Eine zarte erste Liebe, gegen viele Widerstände

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lisaliestviel Avatar

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Mit ihrem Roman „Mo & Moritz“ hat mich Autorin Julya Rabinowich wirklich sehr berührt. Äußerst feinfühlig gelingt ihr ein bemerkenswertes Gleichgewicht zwischen zarter Verliebtheit und der harten Realität zu schaffen. Es ist eine Coming of Age Geschichte aber gleichzeitig noch so viel mehr. Es geht außerdem auch um Flucht- Traumata, Antisemitismus, Homophobie und Fremdenfeindlichkeit. Dennoch ist die Handlung keinesfalls überladen, manches davon klingt nur dezent an. Trotz wenigen Seiten geht es also richtig in die Tiefe und stets konnte ich ohne Probleme mit Mo & Moritz mitfühlen. Beide sind tolle Charaktere und gerade durch ihre Unterschiedlichkeit gelungen. Der Schreibstil liest sich spielerisch leicht und transportiert ganz viel Gefühl. Auch dadurch fällt die Lektüre leicht. Da der Roman meine Erwartungen sogar übertroffen hat, empfehle ich ihn uneingeschränkt weiter. Besonders die Perspektive des wenig privilegierten Mo empfand ich als sehr bereichernd.