Vielschichtig, berührend, relevant
Mo & Moritz, der neue (Jugend-)Roman von Julya Rabinowich, wurde bereits vor seinem Erscheinen als „Jugendbuch des Monats“ von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur ausgezeichnet. Die Vorschusslorbeeren sind entsprechend hoch – und in vielerlei Hinsicht auch verdient.
Im Mittelpunkt steht Mo, ein Teenager aus einfachen Verhältnissen mit muslimischen Wurzeln und Fluchtgeschichte. Nach einem zweifelhaften Schulverweis beginnt er eine Friseurlehre in einem noblen Salon, womit sich für Mo eine völlig neue Welt eröffnet. Neben der Freude an der Arbeit findet zunehmend zu sich selbst und erlebt über Umwege auch seine erste Liebe. Diese gilt ausgerechnet einem Jungen, der jüdisch ist – eine Konstellation, die zahlreiche innere und äußere Konflikte mit sich bringt und von Rabinowich sehr sensibel und glaubwürdig erzählt wird. Mos Zerrissenheit ist spürbar, seine Gefühle wirken nah und nachvollziehbar, sodass man als Leser*in intensiv mit ihm mitgeht.
Neben der queeren Liebesgeschichte greift der Roman eine Vielzahl weiterer Themen auf, darunter Islamismus, Antisemitismus, Holocaust, Flucht und weibliche Emanzipation. Genau hier liegt für mich auch der größte Schwachpunkt des Buches. Auf rund 220 Seiten bleibt zu wenig Raum, um all diesen Aspekten die notwendige Tiefe zu verleihen. An manchen Stellen hätte weniger mehr sein können, und eine stärkere Fokussierung auf einzelne Themen hätte der Geschichte gutgetan.
Gleichzeitig sorgt gerade diese thematische Dichte für ein hohes Erzähltempo. Man liest das Buch fast atemlos, fliegt durch die Seiten und bleibt am Ende beseelt und gleichzeitig auch ein bisschen sentimental zurück. Mo & Moritz ist ein berührender Jugendroman, der wichtige Themen anspricht und durchaus emotional berührt.
Im Mittelpunkt steht Mo, ein Teenager aus einfachen Verhältnissen mit muslimischen Wurzeln und Fluchtgeschichte. Nach einem zweifelhaften Schulverweis beginnt er eine Friseurlehre in einem noblen Salon, womit sich für Mo eine völlig neue Welt eröffnet. Neben der Freude an der Arbeit findet zunehmend zu sich selbst und erlebt über Umwege auch seine erste Liebe. Diese gilt ausgerechnet einem Jungen, der jüdisch ist – eine Konstellation, die zahlreiche innere und äußere Konflikte mit sich bringt und von Rabinowich sehr sensibel und glaubwürdig erzählt wird. Mos Zerrissenheit ist spürbar, seine Gefühle wirken nah und nachvollziehbar, sodass man als Leser*in intensiv mit ihm mitgeht.
Neben der queeren Liebesgeschichte greift der Roman eine Vielzahl weiterer Themen auf, darunter Islamismus, Antisemitismus, Holocaust, Flucht und weibliche Emanzipation. Genau hier liegt für mich auch der größte Schwachpunkt des Buches. Auf rund 220 Seiten bleibt zu wenig Raum, um all diesen Aspekten die notwendige Tiefe zu verleihen. An manchen Stellen hätte weniger mehr sein können, und eine stärkere Fokussierung auf einzelne Themen hätte der Geschichte gutgetan.
Gleichzeitig sorgt gerade diese thematische Dichte für ein hohes Erzähltempo. Man liest das Buch fast atemlos, fliegt durch die Seiten und bleibt am Ende beseelt und gleichzeitig auch ein bisschen sentimental zurück. Mo & Moritz ist ein berührender Jugendroman, der wichtige Themen anspricht und durchaus emotional berührt.