Zwei Welten treffen aufeinander
In "Mo & Moritz" schreibt Julya Rabinovich über die ganz besondere Liebesgeschichte der beiden Mos. Der eine Mo heißt eigentlich Mojab und ist Kurde und muslimisch, zu Beginn des Romans fliegt er von der Schule und beginnt eine Friseurlehre in einem Salon in der Wiener Innenstadt. Außerdem ist Mo schwul, davon dürfen seine Eltern aber nicht wissen, denn sie würden es niemals akzeptieren. Der andere Moritz ist Jude, seiner Familie hängt noch das Generationentrauma aus der Zeit des Nationalsozialismus nach. Moritz ist auch schwul, aber seine Eltern sind diesem Thema gegenüber offener eingestellt. Die beiden lernen sich am Opernball kennen, denn Moritz darf eröffnen, Mojab Frisuren machen.
Rabinovich hatte für ihren Jugendroman eine gute Idee und auch die beiden Mos sind durchaus realistisch gezeichnet. Sie greift wichtige aktuelle Themen auf und versucht zu vermitteln, dass wir am Ende mehr sind als unsere Religion - oder eben alle nur "Menschen", egal woher wir kommen. Das große Problem jedoch, weshalb ich auch so mit dem Roman gekämpft habe, ist die Sprache, denn diese ist zu abgehoben, zu realitätsfremd. Mo wirkt - und das jetzt bitte nicht falsch verstehen - streckenweise zu gebildet. Sprachlich wirkt das Buch wie von einem Gelehrten aus einem Professorenhaushalt und das ist Mo(jab) eben nicht. Dadurch fühlt sich die Erzählung oft auch einfach falsch an und wirkt kalt und distanziert.
Ein guter Ansatz, aber leider eine falsche Umsetzung.
Rabinovich hatte für ihren Jugendroman eine gute Idee und auch die beiden Mos sind durchaus realistisch gezeichnet. Sie greift wichtige aktuelle Themen auf und versucht zu vermitteln, dass wir am Ende mehr sind als unsere Religion - oder eben alle nur "Menschen", egal woher wir kommen. Das große Problem jedoch, weshalb ich auch so mit dem Roman gekämpft habe, ist die Sprache, denn diese ist zu abgehoben, zu realitätsfremd. Mo wirkt - und das jetzt bitte nicht falsch verstehen - streckenweise zu gebildet. Sprachlich wirkt das Buch wie von einem Gelehrten aus einem Professorenhaushalt und das ist Mo(jab) eben nicht. Dadurch fühlt sich die Erzählung oft auch einfach falsch an und wirkt kalt und distanziert.
Ein guter Ansatz, aber leider eine falsche Umsetzung.