Ich bin hin und her gerissen
Bei Moments So Blue Like Our Love hatte ich sehr gemischte Gefühle. Das Buch startet ruhig, fast schon zäh, und hat mich in der ersten Hälfte leider kaum mitgerissen. Die Handlung plätschert etwas vor sich hin, ohne dass ich eine wirkliche Verbindung zu den Figuren aufbauen konnte. Sie wirkten auf mich erstaunlich jugendlich und in ihrem Verhalten oft unreif – fast, als würde man eine Highschool-Geschichte lesen, obwohl ich von Setting und Aufmachung her erwachsenere Charaktere erwartet hatte. Einige ihrer Entscheidungen und Gedankengänge konnte ich nur schwer nachvollziehen, was mich emotional auf Abstand gehalten hat.
Auch die Liebesgeschichte hat mich nicht vollständig überzeugt. Zwar wird die starke Anziehung zwischen den Protagonisten immer wieder betont, doch mir fehlte die Tiefe, die erklärt, *warum* sie sich wirklich zueinander hingezogen fühlen. Das ließ ihre Beziehung für mich etwas oberflächlich wirken, ohne die emotionale Fallhöhe, die eine wirklich berührende Romance braucht.
Was Gabriella Santos de Lima allerdings unbestreitbar kann, ist Schreiben. Ihr Stil ist flüssig, lebendig und an den richtigen Stellen gefühlvoll. Besonders in der zweiten Hälfte blüht die Geschichte auf – hier entstehen echte Emotionen, und auch die Figuren bekommen endlich Kontur. Das Ende fand ich gelungen und angenehm unkonventionell, was dem Buch einen versöhnlichen Abschluss gibt.
Ein Roman mit schönen Momenten, Sprachgefühl und emotionalen Spitzen, der jedoch in der Figurenentwicklung und Liebesdarstellung hinter seinen Möglichkeiten bleibt. Mich hat er leider nicht ganz erreicht, und obwohl ich Gabriella Santos de Limas Schreibstil schätze, verspüre ich nach diesem Band kein starkes Bedürfnis, die Reihe fortzusetzen.
Auch die Liebesgeschichte hat mich nicht vollständig überzeugt. Zwar wird die starke Anziehung zwischen den Protagonisten immer wieder betont, doch mir fehlte die Tiefe, die erklärt, *warum* sie sich wirklich zueinander hingezogen fühlen. Das ließ ihre Beziehung für mich etwas oberflächlich wirken, ohne die emotionale Fallhöhe, die eine wirklich berührende Romance braucht.
Was Gabriella Santos de Lima allerdings unbestreitbar kann, ist Schreiben. Ihr Stil ist flüssig, lebendig und an den richtigen Stellen gefühlvoll. Besonders in der zweiten Hälfte blüht die Geschichte auf – hier entstehen echte Emotionen, und auch die Figuren bekommen endlich Kontur. Das Ende fand ich gelungen und angenehm unkonventionell, was dem Buch einen versöhnlichen Abschluss gibt.
Ein Roman mit schönen Momenten, Sprachgefühl und emotionalen Spitzen, der jedoch in der Figurenentwicklung und Liebesdarstellung hinter seinen Möglichkeiten bleibt. Mich hat er leider nicht ganz erreicht, und obwohl ich Gabriella Santos de Limas Schreibstil schätze, verspüre ich nach diesem Band kein starkes Bedürfnis, die Reihe fortzusetzen.