Etwas skeptisch aber trotzdem gespannt!
Der Cover gefällt mir ehrlich gesagt so mittel. Das große silberne Augending mit dem blauen Iris und dem zerfließenden Fuß sieht irgendwie cool aus, modern, ein bisschen sci-fi, aber auch etwas steif und plakativ. Es schreit „tiefgründiges Tech-Buch“, ohne dass man sofort merkt, worum es geht. Der Titel „Monofuturis“ klingt nach Modewort, und der Untertitel macht klar: Hier wird Fortschritt kritisiert. Okay, das zieht.
Der Schreibstil ist… akademisch. Sehr. Lange Sätze, viele Abstrakta, „das Neue entzieht sich der vollständigen Planbarkeit“, „Pfadabhängigkeiten“, „Lock-in-Effekte“. Man merkt, der Autor kennt sich aus und will gründlich sein. Das ist in Ordnung für ein Sachbuch, aber es liest sich stellenweise trocken. Keine Anekdoten, die einen richtig packen, keine lebendigen Beispiele, die hängen bleiben. Fleming und Penicillin, Elektroautos, Buchdruck – alles korrekt und passend, aber irgendwie vorhersehbar. Es fühlt sich an wie eine gut recherchierte Vorlesung, nicht wie etwas, das einen nachts wachhält.
Spannungsaufbau? Eher keiner im klassischen Sinn. Es ist keine Geschichte mit Figuren. Es gibt keine Charaktere, die man verfolgen könnte – nur Konzepte, Systeme, „das Neue“, Technik, Gesellschaft. Der Text baut argumentativ auf, Kapitel für Kapitel, und erklärt, warum Fortschritt Vielfalt verengt. Das ist logisch und nachvollziehbar, aber es fehlt das Moment, das einen weiterzieht, weil man wissen will, was als Nächstes passiert. Man liest weiter, weil man neugierig ist, ob der Autor wirklich eine Alternative anbietet oder nur die übliche Kulturkritik liefert.
Was ich erwarte: Eine gründliche Analyse, wie KI, Spezialisierung und große technische Systeme uns Optionen wegnehmen und alles auf ein paar dominante Pfade drücken. Dass er am Ende für „offene Zukünfte“ plädiert, steht schon im Untertitel. Ob das überzeugend wird oder eher philosophisch bleibt, ohne konkrete Handhabe, bin ich skeptisch. Viele solcher Bücher diagnostizieren gut und enden dann im Appell.
Warum trotzdem weiterlesen? Weil der Ansatz nicht völlig abgedroschen klingt. Die Idee, dass Fortschritt selbst zur Einbahnstraße wird und Alternativen verschwinden, trifft etwas, was man im Alltag spürt – Apps, Standards, „so muss es sein“. Und die Kapitelüberschriften deuten an, dass er von Geschichte bis KI und Arbeit geht. Wenn er das ohne zu viel Pathos durchzieht und wirklich zeigt, wo die Verengung passiert, lohnt es sich vielleicht. Aber ich bleibe vorsichtig: Zu oft enden solche Texte in der gleichen Klage über die Moderne.
Der Schreibstil ist… akademisch. Sehr. Lange Sätze, viele Abstrakta, „das Neue entzieht sich der vollständigen Planbarkeit“, „Pfadabhängigkeiten“, „Lock-in-Effekte“. Man merkt, der Autor kennt sich aus und will gründlich sein. Das ist in Ordnung für ein Sachbuch, aber es liest sich stellenweise trocken. Keine Anekdoten, die einen richtig packen, keine lebendigen Beispiele, die hängen bleiben. Fleming und Penicillin, Elektroautos, Buchdruck – alles korrekt und passend, aber irgendwie vorhersehbar. Es fühlt sich an wie eine gut recherchierte Vorlesung, nicht wie etwas, das einen nachts wachhält.
Spannungsaufbau? Eher keiner im klassischen Sinn. Es ist keine Geschichte mit Figuren. Es gibt keine Charaktere, die man verfolgen könnte – nur Konzepte, Systeme, „das Neue“, Technik, Gesellschaft. Der Text baut argumentativ auf, Kapitel für Kapitel, und erklärt, warum Fortschritt Vielfalt verengt. Das ist logisch und nachvollziehbar, aber es fehlt das Moment, das einen weiterzieht, weil man wissen will, was als Nächstes passiert. Man liest weiter, weil man neugierig ist, ob der Autor wirklich eine Alternative anbietet oder nur die übliche Kulturkritik liefert.
Was ich erwarte: Eine gründliche Analyse, wie KI, Spezialisierung und große technische Systeme uns Optionen wegnehmen und alles auf ein paar dominante Pfade drücken. Dass er am Ende für „offene Zukünfte“ plädiert, steht schon im Untertitel. Ob das überzeugend wird oder eher philosophisch bleibt, ohne konkrete Handhabe, bin ich skeptisch. Viele solcher Bücher diagnostizieren gut und enden dann im Appell.
Warum trotzdem weiterlesen? Weil der Ansatz nicht völlig abgedroschen klingt. Die Idee, dass Fortschritt selbst zur Einbahnstraße wird und Alternativen verschwinden, trifft etwas, was man im Alltag spürt – Apps, Standards, „so muss es sein“. Und die Kapitelüberschriften deuten an, dass er von Geschichte bis KI und Arbeit geht. Wenn er das ohne zu viel Pathos durchzieht und wirklich zeigt, wo die Verengung passiert, lohnt es sich vielleicht. Aber ich bleibe vorsichtig: Zu oft enden solche Texte in der gleichen Klage über die Moderne.