Interessante und kritische Auseinandersetzung über Fluch und Segen von "Fortschritt"

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regina1960 Avatar

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Ich war sehr neugierig auf die Leseprobe zu "Monofuturis - Vom Fortschritt bis zum Verlust der Vielfalt". Grundsätzlich ist das behandelte Thema ja nichts Neues, es geht ja um die Ambivalenz von Fortschritt. Konstantin Schamber sagte mir bis dato überhaupt nichts, und ich hegte zunächst die Befürchtung, dass der Autor vielleicht zu sehr ins Abstrakte oder langweilige Fachchinesisch abgleiten könnte - dies hat sich aber überhaupt nicht bestätigt. Im Gegenteil: Ich fand das Gelesene höchst interessant und vor allen Dingen flüssig und leicht verständlich geschrieben. Schamber setzt sich in seinem Sachbuch kritisch damit auseinander, warum technologischer Fortschritt oft nicht zu mehr Vielfalt, sondern zum Gegenteil führt, sogar zu Abhängigkeiten. Der Mensch mag ja Komfort und Fortschritt, begibt sich jedoch damit auch beispielsweise technologisch in immer komplexere Abhängigkeitskomplexe. Die sogar stellenweise überhauptnicht mehr überschaubar bleiben. Was mir sehr gut gefällt ist, dass der Autor unangenehme Fragen stellt, dabei aber nicht besserwisserisch rüberkommt sondern analytisch. Soweit ich das aufgrund der ersten Seiten beurteilen kann, und anhand auch des Inhaltsverzeichnisses für mich klar erkennbar ist, hat Konstantin Schamber seine Gedanken im Buch chronologisch aufbauend und "logisch sortiert" festgehalten. Ich würde dieses interessante Werk sehr gerne lesen, und bin sehr interessiert an dieser sicherlich "unbequemen" Diagnose der Gegenwart. Ich bin nicht unbedingt ein Anhänger des Covers, es ist zwar sehr modern mit der Iris, aber es suggeriert für mich ein eher anstrengend zu lesendes, futuristisch anmutendes Buch, was es aber in meinen Augen eher nicht ist. Ich finde es höchst interessant und lesenswert!