Blick in die Zukunft

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luiza.pl Avatar

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Bei „Monofuturis“ von Konstantin Schamber hat mich schon das Cover angesprochen. Es ist schlicht, wirkt kühl und verzichtet auf die typischen Science-Fiction-Motive. Das passt gut zu einem Buch, das sich mit unserer Vorstellung von Zukunft beschäftigt und dabei nicht versucht, mit großen Versprechungen oder düsteren Zukunftsbildern zu beeindrucken.

Was mir beim Lesen besonders gefallen hat, ist die ruhige, sachliche Art, mit der Schamber an sein Thema herangeht. Er verfällt weder in Begeisterung für alles Technische noch in die Haltung, dass früher grundsätzlich alles besser war. Stattdessen bringt er mich dazu, über Dinge nachzudenken, die ich im Alltag oft einfach hinnehme. Gerade das fand ich spannend: Wie schnell wird aus einer technischen Möglichkeit etwas, das irgendwann als selbstverständlich gilt? Und ab wann bestimmen solche Entwicklungen unseren Alltag stärker, als uns eigentlich bewusst ist?

Der Gedanke hinter dem Begriff „Monofuturis“, dass wir uns immer mehr auf eine bestimmte Vorstellung von Zukunft festlegen, ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Ich finde es durchaus beunruhigend, wie leicht andere Möglichkeiten dabei aus dem Blick geraten können. Schließlich sollte Fortschritt doch nicht nur bedeuten, dass wir immer effizienter werden, sondern auch, dass wir uns unterschiedliche Wege offenhalten.

Nicht jede Überlegung lässt sich nebenbei aufnehmen, und man muss bereit sein, sich mit den Gedanken des Autors auseinanderzusetzen. Für mich macht gerade das den Reiz des Buches aus. Es liefert keine einfachen Antworten, sondern wirft Fragen auf, über die ich auch nach dem Lesen noch nachdenken musste. Wer sich für Digitalisierung, gesellschaftliche Veränderungen und die Zukunft interessiert, findet hier eine anregende Lektüre, die den eigenen Blick auf vermeintliche Selbstverständlichkeiten verändern kann.