Überall neue Fragen – aber wo bleiben die Antworten?

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liligänseblümchen Avatar

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Auf Monofuturis bin ich vor allem wegen des Covers und des vielversprechenden Titels aufmerksam geworden. Die Grundfrage hat mich sofort gepackt: Verlieren wir durch ständigen Fortschritt eigentlich Stück für Stück unsere echte Wahlfreiheit?

Inhaltlich spricht der Autor wichtige Punkte an – allen voran unsere schleichende Abhängigkeit von Technik und KI. Viele dieser Systeme nutzen wir im Alltag völlig unhinterfragt. Genau an diesen Stellen regt das Buch auch definitiv zum Nachdenken an.

Leider hat mich das Leseerlebnis streckenweise frustriert. Ich bin mit der Erwartung an das Buch herangegangen, konkrete Lösungsansätze oder zumindest klare Schlussfolgerungen auf meine Fragen zu bekommen. Stattdessen stand ich am Ende mit einem noch größeren Fragezeichen da als zu Beginn. Das hinterlässt bei mir ein eher unbefriedigendes Gefühl.

Hinzu kommt der Schreibstil: Der Text liest sich stellenweise extrem zäh und übertrieben wissenschaftlich. Manche Abschnitte musste ich mehrfach lesen, um nicht den Faden zu verlieren. Die Praxisbeispiele retten zwar einiges, aber der Lesefluss hat für mich stark gelitten.

Mein Fazit: Kein Buch für zwischendurch und für mich persönlich leider auch keine Punktlandung. Wer Lust hat, sich durch anspruchsvolle Theorie zu beißen und kein Problem mit einem offenem Ende hat, kann einen Blick wagen. Ich hätte mir schlichtweg mehr Antworten erhofft.