Verlust der Vielfalt

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lutine Avatar

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Das Buch von Konstantin Schamber „Monofuturis - Vom Fortschritt zum Verlust der Vielfalt“ hat leider nicht meine Erwartungen getroffen. Auf eher oberflächlichem Niveau wird wiederholt auf die Komplexität der Themen, auf Interdependenzen, Ambivalenzen sowie Interessenkonflikte hingewiesen. Dabei bleibt es meist bei der Benennung der Schlagworte, ohne inhaltlich weiter darauf einzugehen.
An m.E. entscheidenden Stellen, wie bspw. beim Thema KI wird auf Definitionen oder Konzeptualisierungen verzichtet. Wie KI „arbeitet“ oder ob von Maschinenlernen oder generative KI die Rede ist, bleibt offen. Stattdessen werden dramatisch-dystopisch anmutende Behauptungen, wie die Folgende ohne Kontext oder Beispiel in den Raum gestellt.
„Ihre systemimmanente Fehleranfälligkeit auf der einen Seite und ihre wachsende Verbindlichkeit auf der anderen Seite führen zwangsläufig dazu, dass Fortschritt und Katastrophe untrennbar miteinander verflochten bleiben. Jede neue Stufe technologischer Optimierung eröffnet bislang ungekannte Möglichkeiten und vergrößert zugleich das Risiko unerwarteter Fehlentwicklungen und tiefgreifender Nebenfolgen. Die kreativen und destruktiven Potentiale der KI sind untrennbar miteinander verbunden.“ (S.124)
Ich hatte mir eine differenziertere Auseinandersetzung mit der Thematik erhofft.
Der Autor gibt im Vorwort an, dass KI genutzt wurde, um die eigenen Inhalte in eine lesbare Sprache überführen zu können. Tatsächlich liest sich das Buch wie ein typischer KI-Output: die Thematik wird umfänglich ausgewalzt unter der Verwendung einer Vielzahl von bedeutungsähnlichen Worten.