Zukunft – mono…ton?
Dieser Tage mehrt sich die Zahl der KI-Entwickler, die vor der Auslöschung der Menschheit durch die von ihnen entwickelte KI warnen, wenn es keine Regulierung gebe. Ein guter Zeitpunkt, sich mit Konstantin Schambers „Monofuturis“ zu befassen …
Seine Ausführungen beginnt Schamber damit, zu erklären, worauf das Buch zielt, nämlich eine kritisch-reflektierte Analyse und Einladung, seinen Blick zu schärfen – für Möglichkeiten und Risiken, Komplexität und Unsicherheit. Damit ist klar, dass es bei diesem Buch nicht darum geht, Technik zu loben oder kritisieren, Szenarien als gesetzt zu betrachten, sondern schlicht selbst zu denken, und zwar auf Basis von Kenntnissen über die Materie. Die vermittelt der Autor in Kapiteln mit Überschriften wie „Zukunft sehen – Wege in das Unmögliche“ oder „Triebkräfte der sozialen (R)Evolution – Komplexität und Umbruch“, an denen klar wird, dass das Buch durchaus technische, vor allem aber soziale Hintergründe beleuchtet. Diese werden eingeordnet in weitere technologische Fortschritte der Menschheitsgeschichte.
(Spätestens) Nach der Lektüre ist klar: Versprochene Freiheitsgewinne durch etwa gesteigerte Effizienz und dadurch vielleicht gewonnene Zeit, sind relativ. Und zwar insofern, als es bereits als gesetzt gilt, dass wir die sich durch KI bietenden unendlich scheinenden Möglichkeiten quasi nicht nicht nutzen können (ja, doppeltes „nicht“). Damit erhalten wir aber keine Freiheit. Was hier sehr verkürzt wiedergegeben ist, ist letztlich das, was Schamber ausführt: Wie KI den Menschen schleichend verändert – und wie wir überlegen sollten, ob wir diesen Prozess durchlaufen wollen (sofern wir die Möglichkeit haben, sich ihm zu entziehen). Nicht selten fielen mir während der Lektüre die mahnenden Rufe der „KI-Granden“ auf: Entziehen sie sich den von ihnen heraufbeschworenen Veränderungen? Sind ihre aktuellen Mahnrufe sozusagen ihre letzte Warnung? Auch wenn „Monofuturis“ keine dystopischen Schreckensszenarien an die Wand malt, fragt man sich mit fortschreitender Lektüre, ob wir uns wirklich von Algorithmen vorgeben lassen wollen, wie wir zu leben haben. Der Schreibstil macht zwar keinen Bogen um technische Zusammenhänge, bleibt jedoch nicht zuletzt auch dank zahlreicher Tabellen und Graphiken für Laien verständlich – damit jede(r) selbst überlegen kann, ob er Empfehlungen, die das Leben bequem und einfacher machen, wirklich dauerhaft folgen will. „Monoturis“ ist dabei in der Tat wörtlich zu nehmen und gleichsam die Grundidee: Wer immer nur tut, was statistisch am wahrscheinlichsten ist, wird kaum mehr Entwicklung(ssprünge) erleben und ob das Gesellschaften guttut, sei mal dahingestellt. Wer also bei diesem Buch denkt, ein Buch über KI und ihre Möglichkeiten zu lesen, wird sich wundern, eher eine Aufforderung zum Nachdenken, Bewerten usw. zu lesen
Seine Ausführungen beginnt Schamber damit, zu erklären, worauf das Buch zielt, nämlich eine kritisch-reflektierte Analyse und Einladung, seinen Blick zu schärfen – für Möglichkeiten und Risiken, Komplexität und Unsicherheit. Damit ist klar, dass es bei diesem Buch nicht darum geht, Technik zu loben oder kritisieren, Szenarien als gesetzt zu betrachten, sondern schlicht selbst zu denken, und zwar auf Basis von Kenntnissen über die Materie. Die vermittelt der Autor in Kapiteln mit Überschriften wie „Zukunft sehen – Wege in das Unmögliche“ oder „Triebkräfte der sozialen (R)Evolution – Komplexität und Umbruch“, an denen klar wird, dass das Buch durchaus technische, vor allem aber soziale Hintergründe beleuchtet. Diese werden eingeordnet in weitere technologische Fortschritte der Menschheitsgeschichte.
(Spätestens) Nach der Lektüre ist klar: Versprochene Freiheitsgewinne durch etwa gesteigerte Effizienz und dadurch vielleicht gewonnene Zeit, sind relativ. Und zwar insofern, als es bereits als gesetzt gilt, dass wir die sich durch KI bietenden unendlich scheinenden Möglichkeiten quasi nicht nicht nutzen können (ja, doppeltes „nicht“). Damit erhalten wir aber keine Freiheit. Was hier sehr verkürzt wiedergegeben ist, ist letztlich das, was Schamber ausführt: Wie KI den Menschen schleichend verändert – und wie wir überlegen sollten, ob wir diesen Prozess durchlaufen wollen (sofern wir die Möglichkeit haben, sich ihm zu entziehen). Nicht selten fielen mir während der Lektüre die mahnenden Rufe der „KI-Granden“ auf: Entziehen sie sich den von ihnen heraufbeschworenen Veränderungen? Sind ihre aktuellen Mahnrufe sozusagen ihre letzte Warnung? Auch wenn „Monofuturis“ keine dystopischen Schreckensszenarien an die Wand malt, fragt man sich mit fortschreitender Lektüre, ob wir uns wirklich von Algorithmen vorgeben lassen wollen, wie wir zu leben haben. Der Schreibstil macht zwar keinen Bogen um technische Zusammenhänge, bleibt jedoch nicht zuletzt auch dank zahlreicher Tabellen und Graphiken für Laien verständlich – damit jede(r) selbst überlegen kann, ob er Empfehlungen, die das Leben bequem und einfacher machen, wirklich dauerhaft folgen will. „Monoturis“ ist dabei in der Tat wörtlich zu nehmen und gleichsam die Grundidee: Wer immer nur tut, was statistisch am wahrscheinlichsten ist, wird kaum mehr Entwicklung(ssprünge) erleben und ob das Gesellschaften guttut, sei mal dahingestellt. Wer also bei diesem Buch denkt, ein Buch über KI und ihre Möglichkeiten zu lesen, wird sich wundern, eher eine Aufforderung zum Nachdenken, Bewerten usw. zu lesen