Atmosphärischer Auftakt
Die Leseprobe zu Moorgold hat bei mir direkt eine besondere Stimmung hinterlassen. Schon der Prolog wirkt eindringlich und erzählt von einer Szene aus der Nachkriegszeit, die eher ruhig beschrieben ist, aber trotzdem nachhallt. Man spürt schnell, dass diese Vergangenheit für die Geschichte noch eine Rolle spielen könnte.
In der Gegenwart lernt man Kommissarin Annalena Krest kennen. Sie wirkt bodenständig und sympathisch, vor allem durch die kleinen Einblicke in ihr Leben mit ihrem Sohn. Diese persönlichen Momente geben der Geschichte etwas Menschliches und sorgen dafür, dass die Figur schnell greifbar wird.
Mit dem Fund eines Toten in der Nähe von Wolkenstein kommt dann Spannung in die Handlung. Eine besondere Wendung bekommt der Fall dadurch, dass Annalena den Mann kurz zuvor noch auf einem Burgfest gesehen hat. Dadurch entsteht sofort die Frage, was wirklich passiert ist und ob mehr hinter dem Geschehen steckt.
Auch das Erzgebirge als Schauplatz hat mir gut gefallen. Die Beschreibungen der Landschaft und der Wälder schaffen eine leicht geheimnisvolle Atmosphäre, die gut zu einem Krimi passt und der Geschichte einen eigenen Rahmen gibt.
Der Schreibstil liest sich angenehm und man findet schnell in die Handlung hinein. Gleichzeitig nimmt sich die Geschichte genug Zeit für Figuren und Hintergrund, sodass sich nach und nach ein Bild ergibt.
Insgesamt eine Leseprobe, die neugierig macht und Lust darauf weckt, mehr über diesen Fall und seine Hintergründe zu erfahren.
4 Sterne