ein starker Einstieg mit Gänsehaut

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katjasleselounge Avatar

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Der Text fängt echt heftig an. Man ist sofort bei der kleinen Marie im Jahr 1945. Die Stimmung ist total bedrückend.
Die Familie muss innerhalb von zwei Stunden alles stehen und liegen lassen und flüchten. Besonders traurig fand ich die Stelle mit der Großmutter und dem quietschenden Handwagen. Früher war das ein Spielzeug für Marie, jetzt ist es das einzige Mittel zur Flucht. Das geht einem schon nah.

Dann macht der Text einen großen Sprung in die Gegenwart zur Polizistin Annalena.
Die Vergangenheit lässt die Gegend nicht los. Ein Erdrutsch bringt alte Knochen und eine Uhr ans Licht. Sachen, die seit 30 Jahren verschwunden waren. Man merkt sofort, hier kommen alte Geheimnisse hoch, die eigentlich begraben bleiben sollten.

Annalena ist eine total sympathische Hauptfigur. Sie ist keine Superheldin, sondern eine normale Mutter, die morgens müde ihren Kaffee trinkt, weil ihr kleiner Sohn Patrick sie nachts wachhält. Dass sie den Toten erst kurz zuvor noch fröhlich auf einem Ritterfest gesehen hat, macht die ganze Sache richtig spannend und auch ein bisschen gruselig.

Die Gegend wird richtig lebendig beschrieben. Es geht um Nebel, dunkle Wälder und alte Sagen wie die Waldgeister. Man bekommt richtig Lust, weiterzulesen.

War der Sturz des Gauklers ein Unfall oder Mord?
Was hat es mit dem "Familienschatz" auf sich, der damals im Fels versteckt wurde?

Ein spannender Mix aus tragischer Geschichte und einem modernen Fall, der sich flüssig liest und Lust auf mehr macht.