Toller Sachsenkrimi
„Moorgold“ hat mich sofort mit seiner besonderen Stimmung eingefangen. Dieses leicht herbe Erzgebirgsflair, das zwischen Tradition, Schweigen und alten Geschichten schimmert, legt sich schon nach wenigen Seiten wie ein feiner Nebel über die Handlung. Ich mochte besonders, wie unaufgeregt, aber atmosphärisch dicht erzählt wird: Man spürt, dass unter der Oberfläche mehr brodelt, als die Figuren preisgeben. Die Menschen wirken kantig, echt, verwurzelt – genau die Art von Charakteren, die einen Regionalkrimi tragen. Für mich entsteht hier eine Mischung aus Heimatgefühl und unterschwelliger Spannung, die neugierig macht. Ich möchte unbedingt tiefer in dieses Moor eintauchen.