Unheilvolles Erzgebirge
Wow, was für ein tolles Cover!
Da ist es kein Wunder, dass mich die ersten Seiten der LE sofort in eine düstere und zugleich bewegende Atmosphäre gezogen haben. Die Szene rund um das Mädchen Marie und die Vertreibung im Jahr 1945 wirkt sehr eindringlich und emotional. Ich konnte die Menschen, die hastig ihre wenigen Habseligkeiten packen oder Dinge im Wald verstecken, förmlich vor meinen Augen sehen. Das hat bei mir sofort Neugier geweckt, da man hier bereits merken kann, dass die Vergangenheit und ein verborgener Schatz später noch eine wichtige Rolle spielen könnten.
Der Sprung in die Gegenwart bringt dann eine ganz andere, aber ebenso spannende Stimmung. Das Setting der Wälder des Erzgebirges ist sehr atmosphärisch und ich hatte das Gefühl, dass die Landschaft selbst eine eigene Rolle spielt – voller Geheimnisse, Legenden und Geschichten.
Mir gefällt die Figur der Kommissarin Annalena Krest. Sie wirkt sympathisch und bodenständig: eine junge Mutter, die ihren Alltag zwischen Kind und Ermittlungsarbeit organisiert. Dadurch bekommt die Geschichte sofort eine persönliche Note und wirkt nahbar. Gleichzeitig sorgt der rätselhafte Tod des Gauklers Jakub Miler für Spannung, denn schnell stellt sich die Frage, ob es sich wirklich um einen Unfall handelt oder doch mehr dahintersteckt.
Weswegen diese Mischung aus geheimnisvoller Vergangenheit, mystischer Landschaft und einem aktuellen Todesfall auf jeden Fall neugierig darauf macht, wie sich alles weiterentwickelt.