Eher langweilig

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sabsisonne Avatar

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Die Kriminalkommissarin Annalena Krest muss sich um den Todesfalls eines Gauklers in der Wolkensteiner Schweiz kümmern und gleichzeitig als Alleinerziehende um ihren 2jährigen Sohn.
Ihr Kollege Ralf Lorenz ist zur Zeit beurlaubt, weswegen sie die Ermittlungen allein führt, unterstützt nur von Nikolaus Bremer, der ihr vom Büro aus behilflich ist.

Hier wird eine Todesfallermittlung in sehr schöne Landschaftsbeschreibungen gebettet. Auch erfährt die Leserin etwas über Sagengestalten des Erzgebirges. Das hat mich neugierig gemacht.

Allerdings nimmt die Gedankenwelt der Kommissarin viel Raum ein. Ständig denkt sie darüber nach, was wohl ihr Kollege tun würde. Auch ihre Handlungen sind teilweise nicht nachvollziehbar. Beispielsweise sucht sie zweimal einen Leichenfundort auf, an dem sie sich sehr unwohl fühlt, obwohl es dort gar nichts zu ermitteln gibt.
Richtig geärgert hat mich, dass ihr Kollege sie geduzt, sie ihn aber gesiezt hat. Das widerspricht jeder Lebenserfahrung.

Insgesamt ist dieser Lokalkrimi gut und flüssig geschrieben, wobei über lange Zeit ein spannendes Element fehlt. Zum Schluss wird es einmal aufregend, da hat die durchschnittliche Leserin das Büchlein schon gelangweilt zur Seite gelegt. Ich war auch kurz davor.

Wer eine ruhige Erzählung aus dem Erzgebirge lesen möchte, wird hier ausreichend unterhalten. Für einen Lokalkrimi ist mir die Geschichte zu langweilig.