Ein geheimnisvoller Krimi mit historischem Hintergrund

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rosenfreund Avatar

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Das Buchcover passt sehr gut zur Handlung und zum Setting. Der Leser wird in eine mystische, ja fast gruselige Atmosphäre hineinkatapultiert, die den geheimnisvollen Krimi untermalt. Die Autorin, Anett Steiner, hat einen spannenden, bildhaften Schreibstil, der gut zu überfliegen ist.
Details werden aus sehr unterschiedlichen Perspektiven vermittelt, was das Ganze lebendig und glaubwürdig macht.
Steiner schafft es, Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu verbinden, was mir besonders gut gefällt. Es ist wichtig, was nach dem 2. Weltkrieg aufgrund der Beneš-Dekrete in der deutsch-tschechischen Region passierte. Die deutschen Bürger wurden vertrieben und mussten fast alles zurücklassen. Die sogenannten Sudetendeutschen hofften aber, bald zurückzukehren und haben ihre Wertgegenstände oft im Wald versteckt. Das hat Schatzsucher ins Land gelockt, und zu Morden geführt, um die es in der Geschichte geht,
Nach einem Erdrutsch werden 30 Jahre alte Knochen gefunden, die wohl auf einen Mord schließen lassen. Der Tscheche Jakob Miller wird dann ermordet in einem Fluss gefunden, und die Kommissarin Annalena Krest, muss ermitteln. Sie wird sehr sympathisch, empathisch und glaubwürdig dargestellt. Außerdem ist sie sehr teamfähig. Das Zusammentreffen mit dem Sohn des ermordeten Puppenspielers bringt sie ermittlungstechnisch weiter. Es gibt etliche Wendungen, und sie gerät selbst in große Gefahr.
Die Spannung wird verstärkt, da die Leserschaft der Kommissarin immer einen Schritt voraus ist. Wann und wie wird sie die benötigten Fakten und Informationen zusammenbekommen?
Die Spannung bleibt bis zum Schluss in der wunderbar atmosphärischen Kulisse erhalten.
Das Werk ist unterhaltsam und absolut lesenswert. Da einige Dinge noch nicht ganz geklärt wurden, könnte man auf einen Folgeband der geheimnisvollen Geschichte spekulieren