Ein sehr lesenswerter Krimi
Das ist ein sehr erfreulicher Kriminalroman: Das Buch ist spannend, enthält interessante Charaktere, ist nicht unnötig grausam und außerdem eingebettet in eine sehr anschaulich geschilderte, real existierende Landschaft. Die Orte, an denen hier gelebt, gemordet und ermittelt wird, sind auf der Karte zu finden.
Die Kommissarin Annalena Krest hat einen zweijährigen Sohn, den sie neben ihrer beruflichen Tätigkeit liebevoll umsorgt. Im Mordfall des Tschechen Jakub Miler ist sie weitgehend auf sich allein gestellt, da ihr Kollege Ralf Lorenz noch beurlaubt ist, um seine Lebensgefährtin nach einem Unfall zu pflegen.
Nach einem Fund von etwa 30 Jahre alten Knochen, freigelegt nach einem Erdrutsch, wird dann Jakub ermordet in einem Fluss gefunden. Annalena hatte ihn noch vor kurzem auf einem Mittelalterfest getroffen, er hatte dort als Puppenspieler ihren kleinen Sohn sehr beeindruckt. Die Kommissarin fragt sich bei allen ihren Ermittlungen stets, wie ihr Kollege vorgehen würde, und tritt schließlich auch mit ihm in Kontakt. Ihre sichere Art, bei der sie dennoch weiß, dass Teamfähigkeit hilfreich ist, macht sie für die Leser/innen sympathisch. Sie sucht das Umfeld des Toten auf und trifft auf seinen Sohn, der sich einem vorschnellen Urteil entzieht. Auch sie gerät in große Gefahr, was sie allerdings erst sehr spät bemerkt.
In Fortgang der Geschehnisse sind die Leser/innen den Kommissaren immer einen Schritt voraus, wodurch die Spannung verstärkt wird: Wann gelangen die Ermittler in den Besitz der Informationen, die wir schon haben? Bemerken sie die Bedrohung rechtzeitig? Der allwissende Erzähler erweist sich hier als Vorteil, denn er kann uns aus jeder Figurenperspektive Details zuspielen.
Für das Romangeschehen ist es wichtig, was direkt nach dem Krieg in der deutsch-tschechischen Region geschah: Die aus ihren Häusern Vertriebenen haben, da sie nur wenig mitnehmen durften und hofften, bald zurückzukehren, oft ihre Wertsachen im Wald und zwischen den Felsen versteckt. Das hat in den folgenden Jahren Schatzsucher auf den Plan gerufen und zu den Morden geführt, mit denen wir es hier zu tun haben. Aber die Landschaft ist nicht nur düster und bedrohlich, sondern eine schöne, lebenswerte Region mit landschaftlichem Reiz.
Die Autorin schafft es in ihrem Krimi, Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu verbinden und mithilfe ihrer sympathischen, glaubwürdigen Charaktere die Mordfälle aufzuklären. Lose Enden lassen auf eine Fortsetzung hoffen.
Die Kommissarin Annalena Krest hat einen zweijährigen Sohn, den sie neben ihrer beruflichen Tätigkeit liebevoll umsorgt. Im Mordfall des Tschechen Jakub Miler ist sie weitgehend auf sich allein gestellt, da ihr Kollege Ralf Lorenz noch beurlaubt ist, um seine Lebensgefährtin nach einem Unfall zu pflegen.
Nach einem Fund von etwa 30 Jahre alten Knochen, freigelegt nach einem Erdrutsch, wird dann Jakub ermordet in einem Fluss gefunden. Annalena hatte ihn noch vor kurzem auf einem Mittelalterfest getroffen, er hatte dort als Puppenspieler ihren kleinen Sohn sehr beeindruckt. Die Kommissarin fragt sich bei allen ihren Ermittlungen stets, wie ihr Kollege vorgehen würde, und tritt schließlich auch mit ihm in Kontakt. Ihre sichere Art, bei der sie dennoch weiß, dass Teamfähigkeit hilfreich ist, macht sie für die Leser/innen sympathisch. Sie sucht das Umfeld des Toten auf und trifft auf seinen Sohn, der sich einem vorschnellen Urteil entzieht. Auch sie gerät in große Gefahr, was sie allerdings erst sehr spät bemerkt.
In Fortgang der Geschehnisse sind die Leser/innen den Kommissaren immer einen Schritt voraus, wodurch die Spannung verstärkt wird: Wann gelangen die Ermittler in den Besitz der Informationen, die wir schon haben? Bemerken sie die Bedrohung rechtzeitig? Der allwissende Erzähler erweist sich hier als Vorteil, denn er kann uns aus jeder Figurenperspektive Details zuspielen.
Für das Romangeschehen ist es wichtig, was direkt nach dem Krieg in der deutsch-tschechischen Region geschah: Die aus ihren Häusern Vertriebenen haben, da sie nur wenig mitnehmen durften und hofften, bald zurückzukehren, oft ihre Wertsachen im Wald und zwischen den Felsen versteckt. Das hat in den folgenden Jahren Schatzsucher auf den Plan gerufen und zu den Morden geführt, mit denen wir es hier zu tun haben. Aber die Landschaft ist nicht nur düster und bedrohlich, sondern eine schöne, lebenswerte Region mit landschaftlichem Reiz.
Die Autorin schafft es in ihrem Krimi, Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu verbinden und mithilfe ihrer sympathischen, glaubwürdigen Charaktere die Mordfälle aufzuklären. Lose Enden lassen auf eine Fortsetzung hoffen.