Krimi mit geschichtlichen Hintergrund
Annalena Krest, Hauptkommissarin aus Ehrenfriedersdorf will gerade zur Dienststelle in Chemnitz aufbrechen, als sie vom Fund einer Leiche ganz in ihrer Nähe unterrichtet wird. Am Fundort stellt sie fest, dass sie den Toten kennt, es ist ein Drehorgelspieler, der erst wenige Tage zuvor auf einem Volksfest unterwegs war und Annalena durch seinen freundlichen Umgang mit den jüngeren Zuhörern im Gedächtnis geblieben ist. Die Umstände könnten darauf hindeuten, dass der alte Herr gestürzt ist, allerdings passt da einiges nicht recht ins Bild.
Das Buch ist bereits das siebte der Erzgebirgskrimireihe der Autorin, aber ich kenne die anderen bisher noch nicht. Hauptfigur Annalena Kerst war mir auf Anhieb sympatisch. Die junge Mutter ist erst vor kurzem wieder in den Job zurückgekehrt und die Schwierigkeiten Beruf und Kind unter einen Hut zu bringen sind stimmig in die Krimihandlung eingearbeitet, obwohl hier natürlich auch fast ideale Bedingungen herrschen, was die Betreuung des kleinen Patricks angeht. Neben der Ermittlerin spielt auch ihr väterlicher Kollege Hauptkommissar Lorenz eine große Rolle, der gerade eine berufliche Auszeit nimmt, um sich um seine Lebensgefährtin zu kümmern, die sich von einem schweren Unfall erholt.
Die Ermittlungen konzentrieren sich zu Beginn um den Fund der Leiche des Drehorgelspielers. Zu diesem Zeitpunkt weiß man als Leser noch nicht, in wie weit das Geschehen mit den Ereignissen aus dem Prolog zu tun hat, in dem von der Vertreibung von Familien aus ihren Dörfern 1945 berichtet wird, oder wie das Auffinden eines seit dreißig Jahren Vermissten auf der tschechischen Seite des Erzgebirges damit in Zusammenhang stehen könnte. Allerdings bekommt man recht schnell eine Ahnung von den Zusammenhängen, was der Spannung aber nicht abträglich ist, durch eingebaute Zeitsprünge und die verschiedenen Erzählperspektiven bleibt man in der Geschichte.
Generell ist diese Geschichte eher ruhig aufgebaut und mit wohldosierten Höhepunkten durchsetzt. Einen großen Teil nimmt die Mystik rund um die Sagen und Legenden des Erzgebirges ein, besonders die Figur der Marzebilla, eine alte Frau die sowohl gut, wie auch böse gedeutet werden kann, je nachdem wem sie erscheint und warum. Dieser Teil der Geschichte war wirklich interessant, könnte aber eher rationalen Lesern vielleicht etwas viel sein. Mir hat es gut gefallen, dafür war mir aber etwas anderes zu viel. Ich bin ja ein Fan von Regionalkrimis und mag es unglaublich gern, wenn ich ein Buch lese und die realen Orte und wege direkt wiedererkennen kann. Leider war mir das hier aber direkt zu Beginn manchmal etwas viel. Gerade wen Annalena mit dem Auto unterwegs ist, fühlte ich mich manchmal etwas an die Ansage eines Navigationssystems erinnert. Zum Glück zieht sich diese Detailverliebtheit was die Beschreibung von Örtlichkeiten und Wegen betrifft nicht zu stark durch das Buch.
Moorgold ist ein eher ruhiger Krimi mit starken geschichtlichen und regionalen Bezügen der zeigt, dass es auch in der Idylle das Böse gibt und die Gründe für ein Verbrechen manchmal weit in der Vergangenheit zu finden sind.
Das Buch ist bereits das siebte der Erzgebirgskrimireihe der Autorin, aber ich kenne die anderen bisher noch nicht. Hauptfigur Annalena Kerst war mir auf Anhieb sympatisch. Die junge Mutter ist erst vor kurzem wieder in den Job zurückgekehrt und die Schwierigkeiten Beruf und Kind unter einen Hut zu bringen sind stimmig in die Krimihandlung eingearbeitet, obwohl hier natürlich auch fast ideale Bedingungen herrschen, was die Betreuung des kleinen Patricks angeht. Neben der Ermittlerin spielt auch ihr väterlicher Kollege Hauptkommissar Lorenz eine große Rolle, der gerade eine berufliche Auszeit nimmt, um sich um seine Lebensgefährtin zu kümmern, die sich von einem schweren Unfall erholt.
Die Ermittlungen konzentrieren sich zu Beginn um den Fund der Leiche des Drehorgelspielers. Zu diesem Zeitpunkt weiß man als Leser noch nicht, in wie weit das Geschehen mit den Ereignissen aus dem Prolog zu tun hat, in dem von der Vertreibung von Familien aus ihren Dörfern 1945 berichtet wird, oder wie das Auffinden eines seit dreißig Jahren Vermissten auf der tschechischen Seite des Erzgebirges damit in Zusammenhang stehen könnte. Allerdings bekommt man recht schnell eine Ahnung von den Zusammenhängen, was der Spannung aber nicht abträglich ist, durch eingebaute Zeitsprünge und die verschiedenen Erzählperspektiven bleibt man in der Geschichte.
Generell ist diese Geschichte eher ruhig aufgebaut und mit wohldosierten Höhepunkten durchsetzt. Einen großen Teil nimmt die Mystik rund um die Sagen und Legenden des Erzgebirges ein, besonders die Figur der Marzebilla, eine alte Frau die sowohl gut, wie auch böse gedeutet werden kann, je nachdem wem sie erscheint und warum. Dieser Teil der Geschichte war wirklich interessant, könnte aber eher rationalen Lesern vielleicht etwas viel sein. Mir hat es gut gefallen, dafür war mir aber etwas anderes zu viel. Ich bin ja ein Fan von Regionalkrimis und mag es unglaublich gern, wenn ich ein Buch lese und die realen Orte und wege direkt wiedererkennen kann. Leider war mir das hier aber direkt zu Beginn manchmal etwas viel. Gerade wen Annalena mit dem Auto unterwegs ist, fühlte ich mich manchmal etwas an die Ansage eines Navigationssystems erinnert. Zum Glück zieht sich diese Detailverliebtheit was die Beschreibung von Örtlichkeiten und Wegen betrifft nicht zu stark durch das Buch.
Moorgold ist ein eher ruhiger Krimi mit starken geschichtlichen und regionalen Bezügen der zeigt, dass es auch in der Idylle das Böse gibt und die Gründe für ein Verbrechen manchmal weit in der Vergangenheit zu finden sind.