Mord, Moor und die Sagenwelt des Erzgebirges

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Sage: mündlich überlieferte phantastische Geschichte mit einem realen Kern.

Eigentlich sind es zwei Morde, die Kommissarin Annalena beschäftigen.

Mit dem Tod eines fahrenden Künstlers auf deutscher Seite konfrontiert, den sie am Wochenende mit Söhnchen Patrick noch auf dem Mittelaltermarkt in Wolkenstein gesehen hat (das Zugrestaurant dort ist übrigens ein Erlebnis), erhält sie Unterstützung von ihrem Mentor Hauptkommissar Ralf Lorenz, der aktuell beruflich "eigentlich" kürzer tritt, um sich um seine gesundheitlich angeschlagene Lebensgefährtin zu kümmern.

Ein zweiter Fall auf tschechicher Seite liegt 30 Jahre zurück. Gibt es eine Verbindung zwischen beiden?

Die Orte, das Gebirge, die Mentalität kenne ich. Das macht natürlich den großen Reiz eines Lokalkrimis aus.

Aber auch ein Stück mir weniger bekannte Zeitgeschichte wird neben der Sagenwelt des Erzgebirges interessant eingeflochten: die Vertreibungen der deutschen Bewohner auf tschechischer Seite nach dem Krieg.

Die Geschichte wird ruhig erzählt und Orte und Landschaften schön, die Menschen mit Sympathie beschrieben. Besonders Annalena wird neben ihrem Beruf als Kommissarin auch in ihrem Alltag als liebevolle Mutter gezeigt und der schwer einschätzbare Adam verbirgt das eine oder andere Geheimnis.

Mir hat die Geschichte gut gefallen und mich unterhalten - und es freut mich, ein Buch eines Verlages aus der Stadt zu lesen, in dem Annalenas Kommissariat angesiedelt ist.