Mystisch, spannend

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purpleviolets Avatar

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Bereits das Cover des Buches wirkt mystisch und geheimnisvoll und hat mich angesprochen. Somit musste ich mich unbedingt in die Leseprobe reinschnüffeln.

Das Buch beginnt mit einer Rückblende in die Zeit der Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus dem tschechischen Teil des Erzgebirges. Doch nach einigen Seiten geht es dann um die Gegenwart und um Kommissarin Annalena Krest, Ermittlerin und Mutter eines kleinen Sohnes. Als nicht weit von ihrem Wohnort entfernt ein lebloser Mann aufgefunden wird, übernimmt sie den Fall, der sie bald nach Tschechien führt und sogar in Gefahr bringt.

Geheimnisvoll bleibt es, der Autorin ist es gelungen, Spannung zu erzeugen und manche Wendung habe ich nicht vorhergesehen. Besonders die Handlungen und Motive von Adam, dem Sohn des Opfers, sind schwer einzuschätzen.

Mystisch bleibt es teilweise auch, immer wieder werden die Sagenfiguren Marzebilla und Schakagerl erwähnt, die ich tatsächlich noch nicht kannte, obwohl ich selbst aus dem Erzgebirge stamme.

Mir hat gut gefallen, wie Anett Steiner das Alltagleben der berufstätigen Mutter Annalena schildert und auch, wie sie die anderen Personen beschreibt, zum Beispiel Annalenas Kollegen, Adams tschechische Mitbewohnerin Zuzana oder die Tagesmutter, die Annalenas Sohn betreut. Die Autorin schreibt dabei anschaulich und erwähnt Details, ohne unnötige Längen zu erzeugen.

Ab und zu gibt es Rückblenden in frühere Zeiten, nach und nach erschließen sich Zusammenhänge, aber es bleibt spannend bis zum Schluß. Das offene Ende lässt mich auf einen Nachfolgeband hoffen.

Ich habe dieses Buch gern gelesen: Ein spannender Regionalkrimi mit Atmosphäre, der Einblick in die erzgebirgische Sagenwelt gibt und mir unterhaltsame Lesestunden beschert hat.