Realität und Mythos im Zusammenspiel

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asc259 Avatar

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Ein Kriminalfall eingebettet in die Sagenwelt des Erzgebirges.
Eine junge Kriminalkommissarin ermittelt im Mordfall eines tschechischen Puppenspielers. Fast zeitgleich wurde auf böhmischer Seite das Skelett eines Mannes gefunden, der dreißig Jahren zuvor spurlos verschwunden ist. Viele Orte aus dem Roman kenne ich und habe meinen eigenen Bezug dazu. Das entschuldigt dann auch ein bisschen die Entfernungen zwischen Prag, Chemnitz und Leipzig, die so mal eben fix abgefahren wurden.
Wir erfahren in diesem Roman so Einiges über Legenden und Mythen des oberen Erzgebirges. An dem Ort, an dem das Skelett gefunden wurde, spielen sich derart mystische Dinge ab, die unsere Kommissarin doch recht verwirren.
Alles hängt irgendwie zusammen. Als nach dem Krieg die Deutschen aus diesem Gebiet vertrieben wurden, haben viele ihre Wertgegenstände in den Wäldern versteckt in der Hoffnung, diese bald abholen zu können, wenn sich die Lage entspannt hätte, wozu es bekanntlich niemals gekommen ist. Fünfzig Jahre später hat es dann Schatzsucher auf den Plan gerufen. Das war der Ursprung des Falles mit dem Skelett. Doch was hat das mit dem Mord an dem Puppenspieler zu tun?
Für mich wirkt dieser Krimi nicht so ganz überzeugend. Erst am Ende baute sich dann eine gewisse Spannung auf, wie sie sich für guten einen Krimi gehört. Die Einbeziehung der Figuren aus der Sagenwelt in die Handlung wirkten dann tatsächlich real.