Schnappatmung ist garantiert

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doroko Avatar

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Ich wohne in der Nähe des Teufelsmoores und somit ist für klar, dass ich das neue Buch von Andreas Winkelmann lesen muss.
Bei dieser Leseprobe hatte ich schon nach wenigen Seiten das Gefühl dass es kein gemütliches Nebenbei-Lesen wird. Die Stimmung ist von Anfang an düster und dicht, fast greifbar – dieses feuchte, geheimnisvolle Moor hat sich beim Lesen wie ein grauer Schleier über alles gelegt. Ich mag es, wenn ein Setting so präsent ist, dass es selbst zur Figur wird, und hier hat das für mich wunderbar funktioniert.
Auch der Einstieg hat mich mit dem Unfall von Toma und dem gleichzeitigen Verschwinden der Zwillinge Nike und Jana sofort neugierig gemacht. Spannend klingt auch die Mischung aus moderner Ermittlungsarbeit – etwa durch Social-Media-Spuren – und der abgeschotteten Dorfgemeinschaft, in der jeder etwas zu verbergen scheint. Diese Gegensätze erzeugen eine unterschwellige Spannung, bei der man immer weiter lesen will. Dafür sorgt auch der Schreibstil, er liest sich flüssig, ist fesselnd und sehr zugänglich.
Die Figuren wirken auf mich angenehm vielschichtig. Kommissarin Malia Gold ist eine interessante Ermittlerin, die nicht nur gegen die Zeit arbeitet, sondern auch mit ihrer eigenen Vergangenheit ringt, während Ruth Sichler eine patente und willensstarke Protagonistin ist.
Aber was ist mit dem zugezogenen Alexander Seitz? Welche Rolle spielt er?
Das würde ich gerne heraus finden wollen ...