Solide

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gelincik Avatar

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Im Zentrum des Buches "Moorland" von Andreas Winkelmann stehen die Zwillinge Nike und Jana, die im Moor verschwinden.
Als im Moor Leichen gefunden werden, beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem man als Leser lange Zeit nicht weiß, wer hier eigentlich Jäger und wer Gejagter ist.
​Das Moor ist hier nicht nur Kulisse, sondern fast schon ein eigener Charakter. Diese Mischung aus Einsamkeit, Nebel und der Gefahr, mit jedem falschen Schritt im Schlamm zu versinken, sorgt für eine konstante Grundspannung.
​Der Autor fackelt nicht lange. Die Kapitel sind kurz, die Perspektivwechsel sitzen und der Schreibstil ist gewohnt direkt und schnörkellos. Man will eigentlich nur „noch ein Kapitel“ hören und schwupps, ist es zwei Uhr morgens.
​Es geht um Schuld, um alte Familiengeheimnisse und um diese ganz spezielle, fast schon unheimliche Verbindung zwischen Geschwistern.
Bisher habe ich alle Bücher des Autors gelesen, dieses finde ich aber tatsächlich lediglich solide, da mir etwas mehr Fahrt gefehlt hat.
Von mir gibt es 3 von 5 Punkten.