Spannend und sehr atmosphärisch!
Inhalt
Die achtzehnjährigen Zwillinge Nike und Jana Mertens gehen regelmäßig ins Moor, um dort düstere und unheimliche Clips für ihren TikTok Kanal zu drehen. An einem Nachmittag im Februar 2026 kehren sie nicht zurück. Auf Veranlassung des Vaters wird sofort eine Suchmannschaft losgeschickt, bestehend aus dem Ortspolizisten, diversen Dorfbewohnern und Malia Gold, einer Kriminalkommissarin, die gerade erst nach fünfzehn Jahren in ihre ehemalige Heimat zurückgekehrt ist. Die Suche bei Nebel und Dunkelheit bleibt zunächst erfolglos, doch am nächsten Tag taucht eins der Zwillingsmädchen in völlig verstörtem Zustand wieder auf, sie leidet allerdings unter Amnesie.
Auf dem TikTok Kanal der Mädchen werden schockierende Videos mit kryptischen Botschaften hochgeladen, die den Eindruck vermitteln, dass die noch vermisste Zwillingsschwester misshandelt wird. Bei den eisigen Temperaturen wird die Suche nach der jungen Frau zum Wettlauf gegen die Zeit, es gibt mehrere Verdächtige, denen man aber bisher nichts nachweisen kann…
Beurteilung
„Moorland“ ist ein sehr atmosphärischer Krimi, der gruseliges Kopfkino erzeugt. Das Moor mit seinen Wasserlöchern und dem instabilen, sumpfigen Untergrund wirkt bedrohlich, ein Eindruck, der durch die Witterungsbedingungen (eisige Kälte, Nebel und frühe Dunkelheit) noch verstärkt wird.
Auch die Dorfbewohner wirken teilweise nicht gerade vertrauenerweckend: der Prediger einer Freikirche, der nur als „verhaltensoriginell“ bezeichnet werden kann, ein soziopathischer Mitschüler der Zwillinge, der von den Mädchen besessen zu sein scheint und ein Jäger, der nachts mit seinem Wagen, in dem er tote Wildtiere transportiert, unterwegs ist. Auch in der Familie von Malia Gold – ihre Mutter und ihr Bruder mit Familie sind vor Ort – gibt es alte Geheimnisse, die nur angedeutet werden.
Die mysteriösen Ereignisse und die sehr anschauliche Erzählweise sorgen für durchgängig hohe Spannung, es fällt schwer, die Lektüre zu unterbrechen.
Die Protagonisten sind Charaktere mit Ecken und Kanten, die nicht immer sympathisch wirken, aber letztlich das Herz am rechten Fleck haben.
Die Auflösung ist ein wenig überraschend und nicht ganz nachvollziehbar, der Krimi hebt sich aber wohltuend von anderen Büchern des Genres ab, indem er keine Superhelden und kein Friede-Freude-Eierkuchen-Ende präsentiert.
Fazit
Ein sehr spannender und atmosphärischer Krimi, der nicht nur fesselnd unterhält, sondern auch Diskussionsanreize über (Un?)sinn, Nutzen und Gefahren sozialer Medien bietet!
4,5 Sterne
Die achtzehnjährigen Zwillinge Nike und Jana Mertens gehen regelmäßig ins Moor, um dort düstere und unheimliche Clips für ihren TikTok Kanal zu drehen. An einem Nachmittag im Februar 2026 kehren sie nicht zurück. Auf Veranlassung des Vaters wird sofort eine Suchmannschaft losgeschickt, bestehend aus dem Ortspolizisten, diversen Dorfbewohnern und Malia Gold, einer Kriminalkommissarin, die gerade erst nach fünfzehn Jahren in ihre ehemalige Heimat zurückgekehrt ist. Die Suche bei Nebel und Dunkelheit bleibt zunächst erfolglos, doch am nächsten Tag taucht eins der Zwillingsmädchen in völlig verstörtem Zustand wieder auf, sie leidet allerdings unter Amnesie.
Auf dem TikTok Kanal der Mädchen werden schockierende Videos mit kryptischen Botschaften hochgeladen, die den Eindruck vermitteln, dass die noch vermisste Zwillingsschwester misshandelt wird. Bei den eisigen Temperaturen wird die Suche nach der jungen Frau zum Wettlauf gegen die Zeit, es gibt mehrere Verdächtige, denen man aber bisher nichts nachweisen kann…
Beurteilung
„Moorland“ ist ein sehr atmosphärischer Krimi, der gruseliges Kopfkino erzeugt. Das Moor mit seinen Wasserlöchern und dem instabilen, sumpfigen Untergrund wirkt bedrohlich, ein Eindruck, der durch die Witterungsbedingungen (eisige Kälte, Nebel und frühe Dunkelheit) noch verstärkt wird.
Auch die Dorfbewohner wirken teilweise nicht gerade vertrauenerweckend: der Prediger einer Freikirche, der nur als „verhaltensoriginell“ bezeichnet werden kann, ein soziopathischer Mitschüler der Zwillinge, der von den Mädchen besessen zu sein scheint und ein Jäger, der nachts mit seinem Wagen, in dem er tote Wildtiere transportiert, unterwegs ist. Auch in der Familie von Malia Gold – ihre Mutter und ihr Bruder mit Familie sind vor Ort – gibt es alte Geheimnisse, die nur angedeutet werden.
Die mysteriösen Ereignisse und die sehr anschauliche Erzählweise sorgen für durchgängig hohe Spannung, es fällt schwer, die Lektüre zu unterbrechen.
Die Protagonisten sind Charaktere mit Ecken und Kanten, die nicht immer sympathisch wirken, aber letztlich das Herz am rechten Fleck haben.
Die Auflösung ist ein wenig überraschend und nicht ganz nachvollziehbar, der Krimi hebt sich aber wohltuend von anderen Büchern des Genres ab, indem er keine Superhelden und kein Friede-Freude-Eierkuchen-Ende präsentiert.
Fazit
Ein sehr spannender und atmosphärischer Krimi, der nicht nur fesselnd unterhält, sondern auch Diskussionsanreize über (Un?)sinn, Nutzen und Gefahren sozialer Medien bietet!
4,5 Sterne